Berliner Bär
Highlights
- Der Berliner Bär von Hildebert Kliem steht seit 1967 in Ronnenberg und ist denkmalgeschützt.
- Die Skulptur symbolisiert die Verbundenheit zwischen West-Berlin und Ronnenberg.
- Ein Bronzeguss des Berliner Bären wurde 1967 in Reykjavík aufgestellt.
Tipps
- Der Berliner Bär in Ronnenberg ist eine Bronzeskulptur von Hildebert Kliem, die als Berliner Meilenstein die Entfernung zu Berlin angibt.
- Die Skulptur zeigt einen Bären in Schrittstellung auf einer rechteckigen Plinthe, ca. 85 cm hoch und etwa 33 kg schwer.
- Der Standort gehört zu den weiter entfernten Berliner Meilensteinen und ist unter Denkmalschutz gestellt.
Eigenschaften
Über Berliner Bär
Der Berliner Bär in Ronnenberg ist ein kulturelles Denkmal, das eng mit der Geschichte der deutschen Teilung und der Solidarität zwischen West-Berlin und anderen Regionen Westdeutschlands verbunden ist. Die Skulptur wurde vom Bildhauer Hildebert Kliem entworfen, der auch für verschiedene Restaurierungsarbeiten bedeutender Berliner Bauwerke bekannt war. Die Figur des Bären, die in Bronze gegossen wurde, zeigt ein Tier in Schrittstellung, leicht gedreht, mit dem Kopf zur linken Seite geneigt. Sie steht auf einem rechteckigen Sockel, der je nach Standort unterschiedlich gestaltet wurde.
Die Idee des „Berliner Meilensteins“ entstand in den 1960er Jahren, als Symbole der Verbundenheit mit West-Berlin besonders bedeutungsvoll waren. Die Skulpturen tragen auf ihrem Sockel den Namen „Berlin“ sowie die Entfernung zum damaligen West-Berlin. In Ronnenberg, genauer im Ortsteil Ihme-Roloven, wurde die Skulptur am 24. Juni 1967 gemeinsam mit einer weiteren in Reykjavík enthüllt. Der Aufstellungstermin fiel auf den 19. Jahrestag des Beginns der Berliner Luftbrücke und wurde durch westberliner Polizeibeamte in Ehrenformation begangen. Die Initiative ging von einem örtlichen Sportverein aus, der zur Zeit der Errichtung eine Partnerschaft mit dem Berliner Verein Concordia Buckow pflegte.
Der Standort des Denkmals in Ihme-Roloven unterstreicht den symbolischen Charakter der Skulptur. Mit Blickrichtung zur Dorfmitte – und damit mit dem Rücken zur Hauptstadt – steht der Bär auf einem etwa 1,50 Meter hohen Sockel aus Waschbeton. Ursprünglich waren die Buchstaben der Inschrift „BERLIN 312 KM“ erhaben in Bronze ausgeführt. In späteren Jahren wurde die Beschriftung durch eine Granitplatte mit vertiefter Schrift ersetzt. Die Skulptur gilt heute als denkmalgeschützt und ist Zeugnis einer lebendigen Erinnerungskultur, die auch die Ereignisse des 17. Juni 1953 und des 13. Juni 1953 aufgreift.
Die Berliner Bären von Hildebert Kliem wurden in mehreren Städten aufgestellt, teils weit abseits Berlins. Einer der bekanntesten steht in Reykjavík, wo er ursprünglich 1967 als Geschenk der Stadt Berlin an Island errichtet wurde. Insgesamt wurden zu Lebzeiten des Künstlers sechs Exemplare gegossen. Nach dem Schließen der Bildgießerei Kraas im Jahr 2010, die für die Bronzeausführung verantwortlich war, wurden die dort verbliebenen Gussformen zehn Jahre später entsorgt. Damit verlor die Möglichkeit, weitere Originalgüsse nach Kliems Vorbild anzufertigen.