Denkmal/Gedenkstätte

Kunstmuseum Lände

Seestraße 24, 88079 Kressbronn am Bodensee

Highlights

  • Das Kunstmuseum Lände zeigt moderne Kunst mit Fokus auf südwestdeutsche und Bodensee-Region – inkl. Nachlässe von Künstlern wie Hilde Broër oder Diether F.
  • 240 m² Ausstellungsfläche auf zwei Ebenen präsentieren wechselnde Ausstellungen zu Kunst der Moderne und zeitgenössischen Positionen seit 1979.
  • Rollstuhlgerechtes WC und ein Netzwerk engagierter Bürger:innen prägen das Programm des ältesten Kulturzentrums Kressbronns.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine ungehinderte Erkundung der beiden Ausstellungsbereiche auf 240 Quadratmetern Fläche.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstmuseum Lände – Kulturdenkmal Kressbronn am Bodensee

Das Kunstmuseum Lände in Kressbronn am Bodensee zählt zu den bedeutendsten kulturellen Einrichtungen der Region und vereint seit Jahrzehnten Kunstschaffende mit einem lebendigen Ausstellungsprogramm. Gegründet als Ort für ortsansässige Künstler, entwickelte sich die Lände zu einem zentralen Anlaufpunkt für moderne Kunst aus dem südwestdeutschen Raum und der Vierländerregion Bodensee. Mit einer Ausstellungsfläche von 240 Quadratmetern auf zwei Ebenen bietet das Museum Raum für wechselnde Präsentationen, die sowohl den eigenen Sammlungsbestand als auch zeitgenössische Positionen thematisieren.

Der Ursprung der Sammlung reicht bis in die 1970er-Jahre zurück, als Künstler:innen der Region ihre Werke der Lände als dauerhafte Depots übergaben. Diese Initiative prägte den Kern der Sammlung, die heute repräsentative Werke von Künstlergenerationen umfasst, die nach dem Zweiten Weltkrieg am Bodensee eine neue künstlerische Heimat fanden. Besonders hervorgehoben werden dabei Nachlässe von bedeutenden Persönlichkeiten wie Hilde Broër oder Diether F., deren Schaffen die regionale Kunstszene nachhaltig prägten. Durch kontextuelle Neuinterpretationen bleiben die Werke lebendig und sprechen aktuelle Themen an.

Das Ausstellungsprogramm des Kunstmuseums Lände ist vielfältig und reicht von thematischen Schauen wie „Geträumte Wirklichkeiten“ – einer Reflexion künstlerischer Blicke der 1920er bis 1940er Jahre – bis zu Retrospektiven wie der Gedächtnisausstellung für Marta Hoepffner und Irm Schoffers. Auch internationale Künstler:innen wie Susan Stadler und Dieter Schosser wurden bereits gemeinsam gezeigt, während Projekte wie „Vierstimmig: Wachstum“ oder „über see“ aktuelle künstlerische Dialoge fördern. Die enge Vernetzung mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst erweitert zudem den Horizont und ermöglicht spannende Wechselwirkungen zwischen regionalen und überregionalen Sammlungen.

Ein besonderes Merkmal des Kunstmuseums Lände ist sein engagiertes Netzwerk aus kunstbegeisterten Bürger:innen, das mit Leidenschaft und Mut für innovative Ausstellungen sorgt. Neben den regulären Präsentationen werden regelmäßig Einblicke in die Sammlung geboten, die den Wandel der Kunstszelle über die Jahrzehnte dokumentieren. Publikationen zu ausgewählten Ausstellungen seit 1979 ergänzen das Angebot und bieten Einblicke in die Entwicklung der Kressbronner Kulturlandschaft. Das Museum steht dabei für eine offene, experimentelle Haltung – ein Ort, an dem Kunst nicht nur bewahrt, sondern neu entdeckt wird.

Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,7 Sternen bestätigt das Kunstmuseum Lände seinen Ruf als attraktiver Kulturort. Barrierefreiheit wird durch ein rollstuhlgerechtes WC gewährleistet, während die Ausstellungen stets neue Perspektiven eröffnen: von expressiven Alltagsbildern bis zu poetischen Reflexionen über die Wirklichkeiten der Moderne. Die Lände ist damit nicht nur ein Museum, sondern ein lebendiger Ort des Austauschs – zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen regionalen Wurzeln und überregionalen Bezügen.

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