Stopfelskuppe
Highlights
- Die Stopfelskuppe ist ein 620,1 m hoher Vulkanberg in der Rhön bei Roßdorf.
- Sie liegt im Naturraum Salzunger Werrabergland und besteht aus Basalt und Buntsandstein.
- Auf ihrem Gipfel befindet sich ein Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen und Tieren.
Tipps
- Der Aufstieg zur Stopfelskuppe erfolgt über einen markierten Weg, der sich durch bemoste Basaltsteine zieht und alpines Gelände erfordert.
- Neue Bänke am Osthang bieten Ruhepunkte mit Blick über das Biosphärenreservat Rhön.
- Der Gipfel liegt im Grenzgebiet zwischen Thüringen und Hessen, nahe Roßdorf und Bernshausen.
Eigenschaften
Über Stopfelskuppe
Die Stopfelskuppe ist ein 620,1 Meter hoher Berg in der Vorderen Rhön im thüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zur Gemeinde Roßdorf und zählt naturräumlich zum Salzunger Werrabergland. Obwohl sie geographisch im Nordosten der Vorderen Rhön liegt, wird ihre Zugehörigkeit zur Rhön aufgrund geologischer Besonderheiten diskutiert. Der Gipfel erhebt sich innerhalb des Biosphärenreservats Rhön und befindet sich an der Grenze mehrerer Gemeinden, darunter Dermbach, Breitungen und Rosa.
Geologisch entstand die Stopfelskuppe durch vulkanische Aktivitäten des Rhön-Vulkanismus. Ihr Gipfelbereich besteht aus widerstandsfähigem Basalt, der weichere Buntsandsteinschichten vor Erosion schützte. Diese Basalthaube ist ein Überrest einer ehemaligen Decke aus vulkanischem Gestein. Der Südhang wird von einer natürlichen Blockschutthalde aus Basaltbrocken dominiert, die teils den darunterliegenden Sandstein verbirgt. Diese geologische Struktur prägt das Landschaftsbild und bietet Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten.
Die Stopfelskuppe ist Teil mehrerer Schutzgebiete, darunter des Naturschutzgebiets Stoffelskuppe sowie des FFH-Gebiets Pleß-Stoffelskuppe-Bernshäuser Kutte und des Vogelschutzgebiets Thüringische Rhön. Auf den Blockhalden wachsen seltene Moose wie das Wollige Zackenmützenmoos, und es kommen Kleinsäuger wie die Zwergspitzmaus vor. Die Trocken- und Schuttwälder rund um den Gipfel entwickelten sich zu urwaldähnlichen Strukturen und werden heute nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt.
Wanderwege führen über den Ost- und Südhang zur Gipfelregion, darunter Abschnitte des 175 Kilometer langen Fernwanderwegs Hochrhön. Der Aufstieg erfolgt meist über einen Hauptweg, während andere Routen, etwa über die bemosten Basaltsteine, anspruchsvoll und alpin wirken. Am Osthang wurden inzwischen neue Bänke installiert, die Aufenthaltsqualität im Gipfelbereich verbessern. Die Aussicht vom Gipfel erstreckt sich über das nahegelegene Biosphärenreservat und die umliegenden Hügellandschaften der Rhön.