Aussichtspunkt

Rotstein

02894 Sohland am Rotstein

Highlights

  • Der Rotstein ist mit 455 Metern der höchste Berg der Oberlausitzer Berggruppe und bildet ein Naturschutzgebiet seit 1912.
  • Auf dem Gipfel des Rotsteins befinden sich Reste einer slawischen Wehranlage sowie die historische Georgskapelle aus dem 11. Jahrhundert.
  • Die Gemeinde Sohland am Rotstein entstand 1939 durch Zusammenschluss dreier Ortschaften und gehört seit 2014 zu Reichenbach/O.L.

Tipps

  • Wandern auf dem Rotstein lohnt sich besonders wegen der abwechslungsreichen Flora und der gut ausgebauten Wege.
  • Der Aufstieg zum Aussichtsturm bietet einen weiten Blick über die Schlesische Oberlausitz.
  • Parkplätze im Ortskern von Sohland sind gut erreichbar, von dort führen bequeme Wege zum Berg.

Eigenschaften

Outdoor Aktiv Entspannt Ganzjährig

Über Rotstein

Der Rotstein ist der Hausberg der Ortschaft Sohland am Rotstein im sächsischen Landkreis Görlitz und erhebt sich auf eine Höhe von 455 Metern über dem Meeresspiegel. Geografisch gesehen bildet er zusammen mit dem Hengsberg und dem Georgenberg eine Berggruppe, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts unter Naturschutz steht und damit das älteste Naturschutzgebiet Sachsens darstellt. Der markante Berg besteht aus einem Basaltmassiv, das auf einem Granodioritsockel ruht, und ist sowohl landschaftlich als auch botanisch von besonderer Bedeutung.

Die Flora des Rotsteins ist bemerkenswert artenreich und beherbergt auf relativ kleinem Raum über 500 verschiedene Pflanzenarten. Zu den seltenen Arten zählen unter anderem die Wiesengladiole, Lerchensporn, Leberblümchen, Buschwindröschen und das gefleckte Knabenkraut. Besonders die sogenannte Gladiolenwiese wird durch ehrenamtliche Pflege des Rotsteinvereins erhalten, um den Erhalt dieser seltenen Pflanzen zu sichern. Diese Vielfalt macht den Rotstein zu einem der botanisch interessantesten Berge der Oberlausitz.

Der Gipfel des Rotsteins ist durch einen Aussichtsturm gekennzeichnet, von dem aus sich ein weites Panorama über die umliegende Region erstreckt – bei klarem Wetter bis weit in die Schlesische Oberlausitz. Historisch von Bedeutung ist auch die Georgskapelle, deren Überreste mitten im Wald auf dem westlichen Gipfel zu finden sind. Die Kapelle wird auf das frühe Mittelalter datiert und könnte von den ersten Siedlern als Gotteshaus genutzt worden sein. Daneben finden sich archäologische Spuren einer slawischen Wehranlage sowie Wälle, die möglicherweise auf mittelalterliche Burgen zurückgehen.

Wanderwege führen von mehreren Seiten auf den Rotstein, darunter von den Ortsteilen Sohland, Bischdorf und Dolgowitz. Der Aufstieg verläuft landschaftlich abwechslungsreich durch Wälder und über offene Waldweiden. Die Wege sind für Fahrzeuge gesperrt, Parkmöglichkeiten bestehen im Ortskern von Sohland. Wandernde erreichen den Berg auch über den Bahnhof Zoblitz, von dem aus ein Fußmarsch durch den Wald zum Fuße des Berges führt.

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