Museum

Steine-Museum in Oberwittstadt

Herderstraße 19, 74747 Ravenstein

Highlights

  • Das Heilighaus in Oberwittstadt ist ein Kulturdenkmal im Stil des ländlichen Barock aus dem Jahr 1787.
  • Seit 2005 wird im Obergeschoss das Sprechende-Steine-Museum mit einer Sammlung aus der Zeit des Pfarrers Julius Hügel gezeigt.
  • Das Gebäude verfügt über ein Mansarddach, rote Sandsteinelemente und die originalen Initialen IK mit Baujahr über dem Portal.

Tipps

  • Das Sprechende-Steine-Museum im Heilighaus in Oberwittstadt beherbergt eine bedeutende Sammlung regionaler Steine aus der Zeit von Julius Hügel.
  • Das Gebäude selbst ist ein Kulturdenkmal mit barocker Architektur und auffälliger Eckquaderung, errichtet 1787.
  • Im Erdgeschoss befindet sich eine Bankfiliale, im Obergeschoss das Museum – ein Besuch lohnt sich für Interessierte an Geologie und Geschichte.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Steine-Museum in Oberwittstadt

Das Steine-Museum in Oberwittstadt ist in einem historischen Gebäude untergebracht, das heute als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung gilt. Es befindet sich im Stadtteil Oberwittstadt der Stadt Ravenstein im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg. Das Gebäude, bekannt als Heilighaus, wurde im Jahr 1787 erbaut und zählt heute zu den bedeutenden Zeugnissen ländlicher Barockarchitektur in der Region. Auffällig sind die aufgemalte Eckquaderung, das hohe Mansarddach sowie die profilierten Tür- und Fenstergewände aus rotem Sandstein. Über dem Portal sind die Initialen des Bauherrn und das Baujahr eingemeißelt.

Die Geschichte des Gebäudes beginnt im späten 18. Jahrhundert, als Joseph Kilian ein bestehendes Wirtschaftsgebäude erwarb und durch den heutigen Bau ersetzen ließ. Über Kilian selbst und die Gründe für den repräsentativen Ausbau ist wenig bekannt. Im Jahr 1855 ging das Haus in den Besitz der Familie Heilig über, die es nach sich benannte und dort eine Gastwirtschaft betrieb. Diese war möglicherweise identisch mit dem Goldenen Ochsen aus Benno Rüttenauers Roman „Alexander Schmälzle, Lehrjahre eines Hinterwinklers“. Neben der Gaststätte dienten das Gebäude auch als Brennerei, Brauerei und Backstube. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts begann der allmähliche Verfall, der erst durch das Eingreifen des Landesdenkmalamtes und den späteren Kauf durch die Stadt Ravenstein gestoppt werden konnte.

Die umfassende Sanierung des Gebäudes wurde nach seinem Erwerb durch die Stadt im Jahr 2005 möglich. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich heute eine Bankfiliale, während im Obergeschoss das Sprechende-Steine-Museum eingerichtet ist. Die Ausstellung zeigt eine umfangreiche Sammlung von Steinen, die der langjährige Ortspfarrer Julius Hügel zusammengetragen hat. Hügel, der von 1917 bis zu seinem Tod im Jahr 2006 lebte, widmete sich über Jahrzehnte der Sammlung und Erforschung regionaler Gesteine. Seine Sammlung bildet den Kern der Dauerausstellung, die durch anschauliche Präsentationen und informativen Tafeln ergänzt wird.

Das Museum vermittelt einen Einblick in die geologische Vielfalt der Region und darüber hinaus. Die Steine sind nicht nur nach ihren geologischen Eigenschaften, sondern auch nach ihren Fundorten und Verwendungsmöglichkeiten geordnet. Dadurch wird die Verbindung zwischen Naturwissenschaft und Alltagskultur sichtbar. Die Räumlichkeiten im Obergeschoss bieten eine ruhige und übersichtliche Atmosphäre, die zum Verweilen und Entdecken einlädt. Die architektonischen Details des Gebäudes tragen zusätzlich zur historischen Authentizität des Museums bei.

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