Museum Kunststätte Bossard
Highlights
- Das Museum zeigt das 1997 original erhaltene Gesamtkunstwerk der Künstler Johann Michael und Jutta Bossard mit Werken und sozialutopischen Ideen.
- Rollstuhlgerechter Zugang inkl. Parkplatz und WC ermöglicht barrierefreien Besuch des expressiven Kunsttempels mit historischen Mosaiken und Ausstellungen.
- Neben Bossard-Werken präsentiert das Museum auch Arbeiten von Carl Schümann und Uta Falter-Baumgarten sowie Sonderausstellungen zu Jutta Bossards künstlerischem Schaffen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz direkt am Gelände erleichtert die Anreise für alle Gäste mit besonderen Anforderungen.
- Das rollstuhlgerechte WC bietet komfortable Sanitäranlagen für einen inklusiven Museumsbesuch.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Museum Kunststätte Bossard Jesteburg-Johannisberg
Das Museum Kunststätte Bossard in Jesteburg-Johannisberg ist ein einzigartiges kulturelles Juwel, das als original erhaltenes Gesamtkunstwerk des Künstlerehepaars Johann Michael und Jutta Bossard seit 1997 öffentlich zugänglich ist. Das Museum vereint nicht nur die Werke der beiden Pioniere der modernen Kunst, sondern auch ihre sozial-utopischen Visionen, die bis heute faszinieren. Im Mittelpunkt steht der expressive Kunsttempel, ein architektonisches Meisterwerk, das mit seiner reichen Innenausstattung und den innovativen Ideen der Bossards die Grenzen zwischen Kunst, Leben und Gesellschaft sprengt.
Die Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard verwaltet den künstlerischen Nachlass der Familie, der sich auf dem Gelände und im Schauarchiv befindet. Dazu gehören nicht nur die Werke der Bossards selbst, sondern auch Schenkungen und Dauerleihgaben von Schülern und weiteren Künstlern wie dem Bildhauer Carl Schümann und der Keramikerin Uta Falter-Baumgarten. Besonders hervorzuheben ist der Kunsttempel-Gedanke, der von Johann Michael Bossard mit sozialutopischen Ideen verbunden wurde und bis heute die Museumsarbeit prägt. Die wechselnden Ausstellungen und Vermittlungsformate machen das Gesamtkunstwerk erlebbar und zugänglich für alle Besucher:innen.
Ein zentrales Anliegen des Museums ist die Aufarbeitung des künstlerischen Erbes von Jutta Bossard, die lange Zeit im Schatten ihres berühmteren Ehemannes stand. Eine Sonderausstellung widmet sich aus diesem Anlass ihrem Leben und Werk und zeigt erstmals umfassend ihre eigenständigen Arbeiten als Bildhauerin und Keramikerin. Dabei wird auch ihr Netzwerk und ihr Wirken in der Kunstszene des frühen 20. Jahrhunderts beleuchtet. Parallel dazu bietet das Museum Einblicke in die kreative Zusammenarbeit des Ehepaars, etwa durch den Zyklus *„Das Jahr“*, der von der Themenfindung bis zur Ausführung die künstlerische Arbeitsweise der Bossards nachvollziehbar macht.
Für Besucher:innen aller Altersgruppen gibt es ein vielfältiges Programm: Das Kinderatelier lädt mit ganzjährig angebotenen Kreativworkshops Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren ein, sich künstlerisch auszuprobieren – inspiriert von den Methoden der Bossards. In den Schulferien kooperiert das Museum mit Jugend Aktiv für spezielle Kurse, während individuelle Angebote für Teams und Gruppen auf Anfrage buchbar sind. Besonders beliebt sind praktische Workshops wie die Bildhauerei-Einführung oder die Gestaltung von Mosaiken, die historische Fußbodenmosaike der Kunststätte aufgreifen und zu dreidimensionalen Objekten für Zuhause oder Garten verarbeiten.
Das Museum Kunststätte Bossard ist nicht nur ein Ort der Kunstvermittlung, sondern auch ein lebendiger Raum für zeitgenössische Auseinandersetzungen. Regelmäßig finden Sonderausstellungen statt, die aktuelle künstlerische Positionen mit dem historischen Erbe der Bossards verknüpfen – etwa durch Installationen, die den Garten als Ausstellungsfläche neu interpretieren. Mit barrierefreiem Zugang, rollstuhlgerechtem Parkplatz und WC ist das Museum für alle zugänglich und lädt ein, die einzigartige Verbindung von Architektur, Kunst und Lebenswelt der Bossards zu erkunden. Ein Besuch hier ist eine Reise in eine Zeit, in der Kunst und Gesellschaft untrennbar verbunden waren – und zeigt, wie zeitlos diese Ideen bis heute wirken.