Kirche/Kloster

Basilika St. Anna

Bruder-Konrad-Platz 1, 84503 Altötting

Highlights

  • 1913 erhob Papst Pius X. die Kirche in den Rang einer Basilica minor, nachdem sie am 13. Oktober 1912 geweiht worden war.
  • Der Hochaltar wurde von Prinzregent Luitpold gestiftet und zeigt St. Anna mit Maria sowie Papst Pius X. und Luitpold selbst.

Tipps

  • Besonders sehenswert sind der prachtvolle Hochaltar, die zwölf kunstvoll gestalteten Seitenaltäre sowie die historische Orgel.
  • Die Kirche ist hell und freundlich gestaltet, bietet Platz für knapp 700 Besucher und lädt zur Besinnung ein.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Basilika St. Anna

Die Basilika St. Anna in Altötting zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauten des 20. Jahrhunderts in Bayern. Mit einer Länge von 83 Metern, einer Breite des Gewölbes von 27 Metern und einer Höhe von 24 Metern bietet sie Platz für fast 700 Besucher. Die Kirche wurde nach Plänen des Architekten Johannes Schott im Stil des Neobarock errichtet und ist eng mit der Geschichte des Wallfahrtsortes Altötting verbunden. Bereits im 17. Jahrhundert waren an der Stelle erste Baupläne für eine prächtige Kuppelkirche geschaffen worden, die jedoch nicht realisiert wurden. Die heutige Basilika entstand zwischen 1910 und 1912 unter der Schirmherrschaft des bayerischen Prinzregenten Luitpold und seines Sohnes Ludwig III.

Die Erhebung zum Rang einer Basilica minor erfolgte bereits ein Jahr nach der Einweihung durch Papst Pius X. Die Außenfassade gliedert sich in drei Ebenen, wobei die untere von vier monumentalen Statuen der Ahnen Christi geprägt ist. Am oberen Abschluss zeigt ein Relief die hl. Anna mit Maria und dem Jesuskind. Ursprünglich war eine Doppelturmfassade vorgesehen, doch die beiden Turmsockel wurden letztendlich mit Satteldächern abgeschlossen. Die Basilika überzeugt durch eine harmonische Verbindung von historisierender Formensprache und modernen Elementen, was sie zu einem architektonischen wie künstlerischen Schwerpunkt des Ortes macht.

Das Innere der Kirche besticht durch eine reichhaltige Ausstattung. Der Hochaltar, gestiftet vom Prinzregenten Luitpold, zeigt ein Gemälde der hl. Anna zusammen mit Maria und Papst Pius X. Darin verarbeitet ist auch eine Darstellung Luitpolds selbst sowie seines Urenkels, des Kronprinzen Rupprecht. Insgesamt verfügt die Basilika über zwölf Seitenaltäre, die mit kunstvollen Skulpturen und Gemälden ausgestattet sind. Die Orgelausstattung gliedert sich in die große Marienorgel und eine Chororgel, deren Ursprünge bis in die Zeit unmittelbar nach der Kirchenweihe zurückreichen. In mehreren Umbauphasen wurden die Instrumente erweitert und restauriert, wobei auch Teile der ursprünglichen Orgel von 1916 erhalten blieben.

Die Basilika St. Anna steht nicht nur als Zeugnis bayerischer Baukunst, sondern auch als Ort der Pilgertradition und des Glaubens. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie als friedensstiftendes Symbol hell erleuchtet, um eine friedliche Übergabe an die alliierten Streitkräfte zu signalisieren. Heute bleibt sie ein zentraler Bestandteil des geistlichen und kulturellen Lebens in Altötting und zieht mit ihrer imposanten Architektur sowie ihrer kunstvollen Innenausstattung zahlreiche Besucher an.

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