Museum

Dokumentations- und Gedenkstätte ehemalige Stasi-Untersuchungshaftanstalt Rostock

Grüner Weg 5, 18055 Rostock

Highlights

  • Gedenkstätte für die Stasi-Untersuchungshaftanstalt Rostock mit originalen Gefängniselementen aus DDR-Zeit.
  • Rollstuhlgerechter Zugang und barrierefreies WC ermöglichen inklusiven Besuch der Ausstellung.
  • Dokumentiert Verfolgung, Haftbedingungen und Widerstand in der DDR bis 1990 durch Fakten und Zeitzeugnissen.

Tipps

  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in die Gedenkstätte.
  • Die rollstuhlgerechten Toiletten bieten behindertengerechte Sanitäranlagen für alle Besucher während des Aufenthalts.
  • Die Dauerausstellung thematisiert die Haftbedingungen und Überwachungspraktiken der Staatssicherheit in der DDR.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Stasi-Gefängnis Rostock: Gedenkstätte & Dokumentation

Die Dokumentations- und Gedenkstätte ehemalige Stasi-Untersuchungshaftanstalt Rostock ist ein zentraler Ort der Erinnerungskultur in der Hansestadt und widmet sich der Aufarbeitung der SED-Diktatur in der DDR. Das ehemalige Gefängnis der Staatssicherheit, das bis 1990 in Betrieb war, dient heute als Mahnmal für die Opfer politischer Verfolgung. Die Ausstellung vermittelt eindrücklich die Bedingungen von Haft, Überwachung und systematischer Unterdrückung durch die Stasi. Besonders prägnant sind die original erhaltenen Zellen und Verhörräume, die die Atmosphäre der Zeit dokumentieren.

Ein zentraler Fokus der Gedenkstätte liegt auf der Aufklärung über Widerstand und Protest in der Region Rostock. Durch interaktive Ausstellungen und Zeitzeugengespräche wird die Geschichte der Opposition gegen das SED-Regime lebendig. Besucher:innen erhalten Einblicke in die Mechanismen der Überwachung, aber auch in die Strategien von Betroffenen, die sich gegen die Diktatur stellten. Die Präsentationen sind dabei bewusst nicht nur auf die Haftanstalt beschränkt, sondern zeigen den Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Repression im gesamten Bezirk Rostock.

Die Gedenkstätte richtet sich an ein breites Publikum – von Schulklassen über historische Interessierte bis hin zu internationalen Gästen. Barrierefreiheit spielt eine wichtige Rolle: Der Zugang ist rollstuhlgerecht gestaltet, und auch die Sanitäranlagen sind entsprechend ausgestattet. Neben der Dauerausstellung werden regelmäßig Sonderveranstaltungen angeboten, die aktuelle Themen wie Widerstandskultur oder die Rolle der Stasi in der Region aufgreifen. So wird die Gedenkstätte zu einem lebendigen Ort des Lernens und der Reflexion.

Die Arbeit der Gedenkstätte wird durch ein Kuratorium begleitet, das die inhaltlichen Schwerpunkte mitverantwortet und die wissenschaftliche Aufarbeitung fördert. Durch Kooperationen mit anderen Erinnerungsorten, etwa in der Nachbarregion um Neustrelitz, wird ein regionaler Austausch über die DDR-Geschichte ermöglicht. Die Gedenkstätte leistet damit einen wichtigen Beitrag zur lokalen und überregionalen Erinnerungskultur – als Mahnung gegen Autoritarismus und für die Wahrung demokratischer Werte.

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