Zur Mole
Highlights
- Der Kartoffelanleger in Klütz wurde 1977–1978 erbaut und diente ursprünglich militärischen Zwecken.
- Später wurde er für den Agrarexport in die Sowjetunion genutzt.
- Das Bauwerk ragt etwa 250 Meter in die Wohlenberger Wiek.
Tipps
- Die Mole ist derzeit gesperrt und in schlechtem Zustand, daher ist Angeln nicht möglich.
- Der Kartoffelanleger bietet einen interessanten Einblick in die regionale Geschichte und ist ein markantes Bauwerk in Wohlenberg.
- Die Wohlenberger Wiek eignet sich für Naturliebhaber, die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen.
Eigenschaften
Über Zur Mole
Der POI „Zur Mole“ befindet sich im Ortsteil Wohlenberg der Stadt Klütz im Nordwestmecklenburgischen und zählt zu den markanten Bauwerken an der Wohlenberger Wiek. Die Mole ragt etwa 250 Meter weit in die Wiek hinein und stellt ein ehemaliges Industrie- und Infrastrukturdenkmal dar. Ursprünglich in den späten 1970er Jahren errichtet, diente die Anlage vermutlich zunächst militärischen Zwecken, ehe sie später für den Agrar- und Güterverkehr genutzt wurde. Heute ist das Bauwerk stark verfallen und für Besucher gesperrt, was ihm einen sogenannten „Lost Places“-Charakter verleiht.
Die Anlage ist überwiegend aus Beton gefertigt und zeichnet sich durch ihre massive, funktionale Architektur aus. Sie erstreckt sich quer über das flache Ufer der Wiek und bot einst Zugang für Schiffe, die landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Kartoffeln in die damalige Sowjetunion exportierten. Aufgrund des maroden Zustands ist der Betreten derzeit nicht möglich. Dennoch zieht das Objekt Besucher an, die den abgelegenen Charakter und die ruhige Atmosphäre des Ortes schätzen. Die Wohlenberger Wiek gilt als weniger touristisch geprägt und bietet Raum für Naturerlebnisse abseits des Massentourismus.
Die Umgebung ist landschaftlich geprägt durch die Weite der Ostsee und die angrenzenden Wiesen und Feuchtgebiete der Mecklenburgischen Seenplatte. Besucher berichten von einer besonderen Stille und dem Eindruck, ungestört in der Natur verweilen zu können. Obwohl der Zutritt zur Mole selbst untersagt ist, wird der Ort als ruhiger Rückzugsort wahrgenommen, an dem man entspannte Momente verbringen kann. Teilweise ist die Wiek in der kalten Jahreszeit zugefroren, was den maritimen Charakter des Standorts unterstreicht.
Das Interesse an „Zur Mole“ resultiert neben dem historischen Hintergrund auch aus der Ästhetik des Verfalls. Die verfallenen Betonsegmente und das ehemalige Funktionieren der Anlage laden zur Beobachtung und Fotografie ein. Angler, die sich in der Region aufhalten, suchen gelegentlich nach Möglichkeiten, in der Nähe der Mole zu angeln, stoßen dabei jedoch auf Beschränkungen. Dennoch bleibt der Standort ein markanter Punkt entlang der Küste, der sowohl für seine Geschichte als auch für seine landschaftliche Einbettung beachtet wird.