Museum

Stadtlabor Göttingen

Wilhelmspl. 3, 37073 Göttingen

Highlights

  • Das Stadtlabor Göttingen fördert kolonialkritische Bildung und Vernetzung vor Ort.
  • Es organisiert Führungen und Workshops zur Aufarbeitung kolonialer Spuren in der Stadt.
  • Ein offenes Archiv sammelt Geschichten und Dokumente zur kolonialen Vergangenheit.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Stadtlabor Göttingen

Das Stadtlabor Göttingen ist ein Museum für Lokalgeschichte im Zentrum der niedersächsischen Stadt Göttingen. Es entstand im Rahmen des Projekts „Wege zur kolonialkritischen Stadt“ und wird von der Georg-August-Universität Göttingen gemeinsam mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren wie Göttingen Postkolonial betrieben. Thematischer Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit kolonialer Vergangenheit und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart. Dabei stehen lokale Spuren kolonialer Herrschaft, Machtstrukturen und Widerstandsformen im Fokus.

Das Stadtlabor verfolgt einen bildungs- und vernetzungsorientierten Ansatz. Es dient als Ort für Workshops, Vorträge, kulturelle Veranstaltungen und Forschungsprojekte, die koloniale Kontinuitäten sichtbar machen und antirassistische sowie dekoloniale Perspektiven fördern. Ein zentrales Anliegen ist es, Geschichten und Biografien von Menschen aus ehemals kolonisierten Gebieten, die mit Göttingen verknüpft sind, zu erforschen und öffentlich zugänglich zu machen. Dafür wird unter anderem ein offenes Archiv aufgebaut, in das Besucher*innen eigene Dokumente, Objekte oder Erinnerungen einbringen können.

Ein Angebot des Stadtlabors ist der kolonialkritische digitale Stadtrundgang, der dazu einlädt, Göttingen aus einer post- und dekolonialen Perspektive neu zu entdecken. An verschiedenen Stationen werden historische Zusammenhänge aufgezeigt, die bis heute strukturelle Auswirkungen haben. Themen sind unter anderem die Rolle lokaler Wissenschaftler*innen bei der Entwicklung rassistischen Denkens, die Beteiligung der Stadt an Kolonialprojekten sowie Widerstandsformen gegen koloniale Symbolik. Der Rundgang will dazu beitragen, das Stadtbild kritisch zu lesen und koloniale Spuren sichtbar zu machen, die im Alltag oft verborgen bleiben.

Das Stadtlabor Göttingen positioniert sich damit als dynamischer Raum des Austauschs, der Forschung und der kulturellen Auseinandersetzung mit Geschichte. Es versteht sich als offener Zusammenschluss, der Interessierten verschiedene Zugänge zu kolonialkritischen Themen ermöglicht – sowohl im analogen als auch im digitalen Bereich. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Initiativen und Institutionen unterstreicht den Anspruch, Wissen inklusiv und partizipativ zu gestalten und gesellschaftliche Debatten aktiv mit zu gestalten.

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