Denkmal/Gedenkstätte

Pulverturm

78628 Rottweil

Highlights

  • Der Pulverturm in Rottweil ist ein geschütztes Kulturdenkmal über dem Neckartal.
  • Er diente ab 1700 als Munitionsmagazin und wird seit 1912 vom Stadtarchiv genutzt.
  • Der Turm hat schmale Schießscharten und trägt ein Dachwerk aus dem Jahr 1466/67.

Tipps

  • Der Pulverturm liegt im Bockshof über dem Neckartal und bietet einen guten Ausblick auf das Tal und den Thyssen-Krupp-Turm.
  • Der Turm ist ein geschütztes Kulturdenkmal und Teil der ehemaligen Stadtbefestigung aus dem 15. Jahrhundert.
  • Innenbesichtigungen sind nicht möglich, da das Gebäude seit 1912 vom Stadtarchiv genutzt wird.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Pulverturm

Der Pulverturm in Rottweil ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und ein eindrucksvoller Zeuge der Stadtgeschichte im Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg. Er steht inmitten eines kleinen Parks über dem Neckartal und markiert den ehemaligen nordöstlichen Abschluss der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Als geschütztes Denkmal zählt der Turm heute zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Region und lädt Besucher mit seiner malerischen Lage und der weiten Aussicht über das Tal zum Verweilen ein.

Architektonisch ist der Pulverturm ein zweigeschossiger, halbrunder Eckturm mit Verputz und einem angeschnittenen Kegeldach. Das Untergeschoss ruht direkt auf dem Felsen, während der Turm zur Bockshof-Seite einen Vorbau mit Pultdach aufweist, der erst im Jahr 1912 hinzugefügt wurde. Die stadtabgewandte Seite ist mit schmalen Schießscharten versehen, während die Südwestseite durch rechteckige Fenster und ein Natursteingesims geprägt ist. Über dem Eingang ziert ein Fries mit der Inschrift „Der Vergangenheit zur Wehr, der Gegenwart zur Lehr“ sowie das Rottweiler Stadtwappen das Gebäude und unterstreicht dessen historische Bedeutung.

Der Name Pulverturm leitet sich von seiner ehemaligen Nutzung als Munitionsmagazin ab, zu dem er ab dem 18. Jahrhundert diente. Hier lagerte die Stadt und später der Schwäbische Kreis das Schießpulver ein, das in der nahegelegenen Pulvermühle produziert wurde. Die Holzbalken des Dachwerks wurden dendrochronologisch datiert und geben Hinweise auf eine Bauzeit um 1466/67, wobei der Turm selbst vermutlich noch älter ist. Im Zuge der Napoleonischen Kriege wurde Teile der Stadtbefestigung abgetragen, wodurch auch die ursprünglich zugehörigen Wehrgänge verschwanden.

Der Bockshof, auf dem der Pulverturm steht, diente bis ins 19. Jahrhundert als Friedhof. In unmittelbarer Nähe des Turms befindet sich heute noch das Grabmal des ehemaligen Stadtarztes Dr. Vogel. Seit 1912 wird der Turm vom Stadtarchiv genutzt, was zu seiner Erhaltung beigetragen hat. Obwohl derzeit kein innerer Besuch möglich ist, bleibt der Turm aufgrund seiner historischen Substanz und der Aussicht über das Neckartal ein lohnenswertes Ausflugsziel für Kultur- und Geschichteinteressierte.

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