Wanderweg

Satrupholmer Moor

24986 Rüde

Highlights

  • Das Satrupholmer Moor ist ein archäologisch bedeutendes Feuchtbodengebiet in Schleswig-Holstein.
  • Es beherbergt Steinzeitfunde der Kongemose-Kultur aus dem 7. und 6. Jahrtausend v. Chr.
  • Rüde LA 2 ist ein wichtiger Fundplatz am südöstlichen Rand des Moores.

Tipps

  • Der 1,75 km lange Rundweg ist leicht und führt durch ein renaturiertes Moor mit vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten.
  • Besucher können die Ruhe der Natur genießen und archäologische Spuren aus der Steinzeit entdecken.
  • Eintritt und Parken sind kostenfrei, der Weg ist barrierearm und eignet sich für Familien mit Kindern.

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Über Satrupholmer Moor

Das Satrupholmer Moor liegt im Ort Rüde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Es handelt sich um ein renaturiertes Moor, das heute als Naturschutzgebiet einen wichtigen Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten bietet. Gleichzeitig birgt das Moor archäologisch bedeutsame Fundplätze aus der Mesolithikum-Zeit, darunter der bekannte Fundplatz Rüde LA 2. Diese Entdeckungen machen das Areal zu einem der bedeutendsten Zeugnisse der jungsteinzeitlichen Siedlungsgeschichte in Schleswig-Holstein.

Der Landschaftstyp des Satrupholmer Moores entstand durch glaziogene Prozesse am Ende der letzten Eiszeit. Drei größere Toteislöcher bildeten das Becken, das später zu einem von Bächen durchflossenen See wurde. Diese feuchten Lebensräume boten idealen Lebensraum für die ersten Menschen, die sich hier sesshaft machten. Im Zuge der Torfgewinnung im 20. Jahrhundert kamen zahlreiche archäologische Funde zutage, darunter Keramikfragmente, Faunenreste und Werkzeuge aus Feuerstein. Die systematische Erforschung begann in den 1940er Jahren unter der Leitung von Hermann Schwabedissen und wurde später durch Sönke Hartz fortgesetzt.

Heute ist das Moor ein geschützter Naturraum mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Der leicht begehbare Rundweg mit einer Länge von rund 1,75 Kilometern ermöglicht einen barrierearmen Zugang zur Natur. Besucher*innen können seltene Pflanzen und Tiere beobachten und gleichzeitig die Ruhe und Abgeschiedenheit der Moorlandschaft genießen. Der Weg verläuft größtenteils unbefestigt und ist für Wanderer mit geringem Konditionsanspruch geeignet. Aufgrund seiner landschaftlichen und kulturhistorischen Bedeutung erhält das Gebiet auch heute noch wissenschaftliche Aufmerksamkeit, etwa im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen und Naturschutzprojekten.

Das Moor grenzt im Süden an die Orte Rehberg und Rüde und wird im Norden vom Bach Bondenau begrenzt. Die Umgebung wird vom Schleswig-Holsteinischen Hügelland geprägt, das sich ringsum über dem Moor erhebt. Diese landschaftliche Einbettung trägt zur besonderen Atmosphäre des Ortes bei. Das nahe gelegene Satrup sowie weitere umliegende Dörfer bieten weitere kulturhistorische Anknüpfungspunkte, etwa im Zusammenhang mit der steinzeitlichen Siedlungskammer, die das Moor archäologisch bedeutsam macht.

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