Ohne Moos nichts los
Highlights
- Die Langen Dammwiesen bei Hennickendorf sind eines der besterhaltenen Kalk-Zwischenmoore in Brandenburg.
- Seit 1951 gilt das Gebiet zwischen Strausberg und Hennickendorf als Naturschutzgebiet.
- Durch jahrzehntelange Pflege durch NABU wurden typische Pfeifengraswiesen erhalten.
Tipps
- Moore besser zu Fuß oder mit dem Rad erkunden
Eigenschaften
Naturerlebnis Ohne Moos nichts los in Hennickendorf
Das Naturschutzgebiet „Lange Dammwiesen“ liegt zwischen den Orten Strausberg und Hennickendorf im Landkreis Märkisch-Oderland und zählt zu den bedeutendsten Feuchtgebieten Brandenburgs. Besonders bekannt ist der Bereich „Ohne Moos nichts los“ in Hennickendorf, der Besucher*innen mit seiner artenreichen Moorlandschaft und typischen Kalk-Zwischenmoore begeistert. Diese selten gewordenen Biotopformen sind durch quellwasser- und kalkreiche Böden geprägt und beherbergen eine Vielzahl an seltenen Pflanzen- und Tierarten. Das Schutzgebiet erstreckt sich auf einer Fläche von rund 221 Hektar und umfasst verschiedene ökologische Moortypen, darunter Reichmoore, Basen-Zwischenmoore und Kalk-Zwischenmoore. Die Lange Dammwiesen gelten als eines der besterhaltenen Kalk-Zwischenmoor-Gebiete in Brandenburg. Ein stetiger Quelldruck sorgt hier für ein ausreichendes Wasserdargebot, das die Moore auch in trockenen Sommermonaten weitgehend feucht hält – mit Ausnahme des zentralen Stranggrabens, der im Sommer zu erheblichen Wasserstandsabsenkungen führt. Das Areal genießt seit den 1950er Jahren den Status eines Naturschutzgebietes. Die Erhaltung der typischen Pfeifengraswiesen und feuchten Hochstaudenfluren ist unter anderem dem langjährigen Engagement des NABU-Regionalverbands „Strausberg/Märkische Schweiz“ zu verdanken. Durch jahrzehntelange Pflege als Mäh- und Weidewiesen konnten wertvolle Pflanzengesellschaften auf torfigen und tonig-schluffigen Böden stabil erhalten werden. Diese Flächen bieten Lebensraum für viele gefährdete Arten und tragen zur Artenvielfalt der Region bei. Im Rahmen des EU-Projekts „Lebensraum Moor“ wurden und werden gezielte Maßnahmen ergriffen, um die ökologische Funktion des Gebiets zu stärken. Dazu gehören unter anderem die Stabilisierung und Ausweitung der Weide- und Mähwiesennutzung sowie die Wiederansiedlung bedrohter Moos- und Gefäßpflanzenarten. Im Zuge dieser Bemühungen fanden bereits erste Pflegemaßnahmen statt, etwa der Aufbau einer Weidefläche zwischen der Hennickendorfer Chaussee und dem Großen Stienitzsee, um die natürlichen Prozesse durch gezielte Beweidung zu unterstützen. Das Gebiet „Ohne Moos nichts los“ lädt jährlich von April bis November zu Entdeckungstouren in die faszinierende Welt der Moore ein. Ob Vogelbeobachtung, botanische Exkursionen oder ruhige Spaziergänge durch feuchte Wiesenlandschaften – die Lange Dammwiesen bieten Naturliebhaber*innen ein lohnendes Ausflugsziel inmitten der Märkischen Schweiz.
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Häufige Fragen zu Ohne Moos nichts los
Was ist 'Ohne Moos nichts los' in Hennickendorf?
Quelle: website
Welche Rolle spielt der NABU in Hennickendorf?
Quelle: website
Warum sind die Langen Dammwiesen wichtig?
Quelle: website