Parks & Gärten

Aschenhütte und Bachsysteme der Romecke

59602 Rüthen

Highlights

  • Es schützt überregional bedeutsame Lebensräume wie Moorwälder, Erlen-Eschenwälder und naturnahe Bachläufe südöstlich von Rüthen.
  • Das Gebiet weist eine hohe Vielfalt an Feuchtbiotopen auf, darunter Röhrichte, Nasswiesen und stehende Gewässer.

Tipps

  • Das Gelände ist gut zu Fuß zu erkunden – festes Schuhwerk empfiehlt sich wegen feuchter Stellen und unebenem Gelände.
  • Besucher finden naturnahe Bachlandschaften, Feuchtgrünflächen und verschiedene Waldtypen – ideal für Beobachtungen von Flora und Fauna.
  • Der Besuch lohnt sich besonders für Naturliebhaber – das Gebiet bietet Ruhe, unberührte Natur und wechselnde Lebensräume.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Aschenhütte und Bachsysteme der Romecke

Das Naturschutzgebiet „Aschenhütte und Bachsysteme der Romecke“ liegt im Südosten der Gemeinde Rüthen im Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen. Es erstreckt sich über eine Fläche von rund 45,49 Hektar und zählt zu den besonders schutzbedürftigen Landschaftsbereichen der Region. Das Gebiet wurde mehrfach unter Naturschutz gestellt, zuletzt durch eine Verordnung der Bezirksregierung Arnsberg. Im Osten grenzt es stellenweise an den Kreis Paderborn, während es im Westen lediglich durch die Bundesstraße 516 vom Naturschutzgebiet Möhnetal getrennt wird.

Im Zentrum des Naturschutzgebiets steht ein naturnahes und stark verzweigtes Bachsystem, das aus der Romecke und ihren Nebenbächen besteht. Dazugehören auch Auebereiche sowie ein komplexer Bruchwald mit Quellbereichen, insbesondere in Moor- und Bruchwaldstandorten. Typisch für das Gebiet sind bachbegleitende Erlen-Bruchwälder sowie Feuchtgrünflächen, Röhrichte und Nasswiesen. Diese Lebensräume bieten geeignete Bedingungen für eine Vielzahl regional bedeutsamer Tier- und Pflanzenarten und tragen zur Erhaltung gefährdeter Biotope bei.

Ein besonderer Schwerpunkt des Schutzes liegt auf dem Moorwaldkomplex „Aschenhütte“, einem etwa 120 bis 140 Jahre alten Birken-Moorwald mit offenen Strukturen und hohem Anteil an Torfmoosen. Dieser Waldtyp geht fließend in Erlenbruchwälder über und weist stellenweise erhebliche Totholzanteile auf. Im weiteren Umfeld dominieren jüngere Birken-Moorwaldflächen sowie trockenere Eichen- und Moorbirkenbestände. Im Quellbereich der Romecke erstreckt sich ein weiteres ökologisch wertvolles Areal mit naturnahem Bachlauf, zahlreichen Quellbächen und repräsentativen Feuchtbiotopen.

Das Schutzziel des Gebiets umfasst die Erhaltung und Wiederherstellung landschaftstypischer sowie gefährdeter Lebensräume, darunter Moorwälder und Feuchtgrünlandbereiche. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung natürlicher Waldentwicklung, insbesondere der Verjüngung heimischer Laubgehölze. Langfristig soll ein strukturreiches Laubwaldareal entstehen, das verschiedene Entwicklungsstadien und natürliche Waldgesellschaften umfasst. Aufgrund von Beobachtungen in jüngerer Zeit besteht Handlungsbedarf, um die hydrologischen Verhältnisse im Gebiet zu sichern und entwässernde Eingriffe zu minimieren.

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