Museum

Geschichtsort Villa ten Hompel

Kaiser-Wilhelm-Ring 28, 48127 Münster

Highlights

  • Rollstuhlgerecht zugänglich mit Parkplatz und WC; bietet Dauerausstellung und Bildungsarbeit am Originalschauplatz der münsterschen NS-Verwaltung.
  • Forschungs- und Ausstellungsort zu Regionalgeschichte, Polizeigeschichte und NS-Besatzung; eng verbunden mit universitären Projekten und Gedenkstättenarbeit.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellung.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz direkt am Gelände erleichtert die Anreise für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen.
  • Das rollstuhlgerechte WC bietet behindertengerechte Sanitäranlagen für alle Besucherinnen und Besucher.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug: Villa ten Hompel Münster

Der Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster ist ein bedeutender Ort der historischen Aufarbeitung und Erinnerungskultur. Die Villa steht dabei nicht nur als historischer Schauplatz, sondern auch als Ort der Auseinandersetzung mit den Folgen des Nationalsozialismus und der Frage, wie Erinnerungskultur heute gestaltet werden kann.

Das Gebäude selbst ist ein Zeugnis der Architektur der 1930er-Jahre und bietet mit seiner authentischen Ausstattung Einblicke in die Lebenswelt eines NS-Funktionärs. Besonders zentral ist dabei die Auseinandersetzung mit dem Entschädigungswesen und der Wiedergutmachung für NS-Opfer, die als Auftrag an die Nachkriegsgesellschaft thematisiert wird.

Der Geschichtsort verbindet historische Forschung mit lebendiger Bildungsarbeit. Durch Workshops, Führungen und digitale Formate wird die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit für verschiedene Zielgruppen zugänglich gemacht. Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, darunter Historiker*innen und Pädagog*innen, arbeiten hier an Projekten zur Aufarbeitung regionaler und überregionaler Themen – etwa zur Rolle der Polizei im Nationalsozialismus oder zur Besatzung Westfalens durch britische Truppen. Die Villa ten Hompel fungiert dabei als „Originalschauplatz“, der Besucher*innen Raum für Dialog und Reflexion bietet.

Besonders hervorgehoben wird die interaktive und partizipative Herangehensweise: Durch Ausstellungen wie „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ oder internationale Projekte wie „Different Wars“ wird die NS-Geschichte in den Kontext heutiger gesellschaftlicher Debatten gestellt. Die Villa ten Hompel ist damit nicht nur ein Museum, sondern ein Ort der demokratischen Bildung, der zum kritischen Umgang mit Geschichte und zur aktiven Auseinandersetzung mit den Folgen von Gewalt und Unterdrückung einlädt.

Mit barrierefreien Angeboten – wie rollstuhlgerechtem Zugang und einem behindertengerechten WC – steht der Geschichtsort allen Interessierten offen. Die Villa ten Hompel zeigt damit, wie historische Orte lebendig bleiben können: als Orte der Erinnerung, der Bildung und des gesellschaftlichen Lernens.

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