Pfarrkirche St. Clemens zu Bad Iburg
Highlights
- Die katholische Kirche ist eine seit 1408 bestehende dreischiffige Hallenkirche mit Querschiff.
- Johann Conrad Schlaun wurde 1750 mit der Barockisierung der Klosterkirche beauftragt.
- Ein romanisches Sandsteinrelief aus der Zeit um 1125 zeigt Christus in der Mandorla.
Tipps
- Das Sandsteinrelief am Vierungsaltar zeigt eine Darstellung von Christus in der Mandorla aus der romanischen Zeit.
- Die Architektur der dreischiffigen Hallenkirche weist Elemente aus der Gotik sowie ein Barockportal aus dem Jahr 1683 auf.
- An der Brüstung der Orgelempore befinden sich zahlreiche Figuren eines Renaissance-Lettners aus der Zeit um 1600.
Eigenschaften
Sakraler Kultur-Ausflug zur Pfarrkirche St. Clemens in Bad Iburg
Die Pfarrkirche St. Clemens in Bad Iburg ist eine bedeutende katholische Kirche, die eine facettenreiche Architektur- und Kulturgeschichte vereint. In ihrer heutigen Form präsentiert sie sich als dreischiffige Hallenkirche, die über ein Querschiff sowie einen gerade geschlossenen Chor verfügt. Die sakrale Anlage ist heute ein geschätzter Ort der Besinnung, was sich auch in der sehr positiven Bewertung der Besucher widerspiegelt.
Die bauliche Entwicklung der Kirche ist durch verschiedene Epochen geprägt. Während die Grundstruktur bereits früh feststand, wurde die Kirche später durch den westfälischen Baumeister Johann Conrad Schlaun barockisiert, der zudem mit dem Neubau des Klosters beauftragt war. Ein besonderes Merkmal aus der Barockzeit ist das im Jahr 1683 eingebaute Westportal, das mit einem Zitat aus Psalm 113, 2 („Sit nomen Domini benedictum“ – Der Name des Herrn sei gepriesen) versehen ist.
Im Inneren finden sich wertvolle Zeugnisse vergangener Kunststile. Besonders hervorzuheben ist das Sandsteinrelief vom romanischen Lettner, das Christus in der Mandorla zeigt, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes sowie vier Apostelfiguren. Zudem gibt es einen Renaissance-Lettner, dessen Figuren heute in der Brüstung der Orgelempore integriert sind.
Die Gestaltung des Kirchenraums wandelte sich im Laufe der Zeit erneut. Während in einer späteren Restaurierungsphase der barocke Stuck entfernt wurde, um die Einrichtung im Stil der Gotik zu erneuern, prägen heute verschiedene Altäre das Bild. So wurde der jetzige Hochaltar durch Bischof Hubert Voß geweiht, während der Vierungsaltar in einer späteren Phase hinzugefügt wurde.
Die Nutzung des Gebäudes als Pfarrkirche wurde auf Bitten der Pfarrei Iburg durch die französische Verwaltung genehmigt. Heute verbindet die Pfarrkirche St. Clemens in Bad Iburg historische Substanz aus Romanik, Gotik, Renaissance und Barock zu einem beeindruckenden kulturellen Ensemble für Besucher und Gläubige.