Denkmal/Gedenkstätte

König-Konrad-Denkmal

65606 Villmar

Highlights

  • Das König-Konrad-Denkmal in Villmar ehrt Konrad I., den ersten deutschen König (911–918).
  • Errichtet 1894 auf dem Felsen Bodenstein, zeigt die Statue den König bei der Kronübergabe an Heinrich von Sachsen.
  • Das Denkmal besteht aus belgischem Sandstein und Lahnmarmor, ursprünglich umgeben von einem eisernen Gitter.

Tipps

  • Das Denkmal bietet einen schönen Blick auf die Lahn und ist ideal für eine kurze Rast.
  • Der Aussichtspunkt ist lohnenswert, liegt aber abseits der Hauptstraße.
  • Interessante historische Statue mit künstlerischer Aussage über die Machtübergabe.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über König-Konrad-Denkmal

Das König-Konrad-Denkmal bei Villmar im Landkreis Limburg-Weilburg ist ein kulturelles Denkmal, das dem ersten deutschen König Konrad I. gewidmet ist. Errichtet im Jahr 1894, steht es auf dem Felsen Bodenstein über der Lahn und erinnert an die historische Bedeutung des Königs, der mit seinem sogenannten Weilburger Testament die Königswürde an Heinrich von Sachsen übergab. Die Statue aus belgischem Sandstein zeigt Konrad im Moment der Kronübergabe und ruht auf einem Sockel aus Lahnmarmor. Die Inschrift verdeutlicht die geschichtsträchtige Handlung des sterbenden Königs, der damit die politische Stabilität des Reiches sichern wollte.

Die Idee zur Errichtung des Denkmals ging von Ludwig Bindewald, damaligem Landrat des Oberlahnkreises, aus. Mit Unterstützung des Bildhauers Ludwig Cauer wurde der König-Konrad-Denkmal-Verein gegründet, um Spenden zu sammeln und das Projekt voranzutreiben. Ursprünglich war eine Aufstellung des Denkmals in Weilburg geplant, was jedoch aufgrund kritischer Stimmen, etwa des Weilburger Justizrats Daniel Rath, verworfen wurde. Rath warf Konrad eine gescheiterte Regentschaft vor und beanstandete zudem den vorgesehenen Platz am Landtor, der bereits einem anderen Denkmal gewidmet war. Nach Bindewalds Tod verlor das Projekt in Weilburg an Unterstützung, weshalb der Villmarer Dekan Johannes Ibach die Initiative übernahm und den Standort bei Villmar durchsetzte.

Das Denkmal wurde schließlich am 10. Juni 1894 auf dem Bodenstein eingeweiht und kostete damals etwa 7.000 Mark. Obwohl es ursprünglich nicht in Weilburg errichtet wurde, existiert heute dort ein König-Konrad-Platz mit einer Gedenksäule. Das Villmarer Denkmal selbst ist heute ein Wahrzeichen der Region und ein Zeugnis der Geschichtskultur des 19. Jahrhunderts. Es bietet nicht nur einen geschichtlichen, sondern auch einen landschaftlichen Reiz: Von hier aus eröffnet sich ein schöner Blick über das Lahntal, was es zu einem beliebten Ausblickspunkt macht.

Besucher berichten von einer ruhigen und lohnenswerten Station mit guten Fotomöglichkeiten. Das Denkmal ist alleiniger kultureller Anziehungspunkt am Standort, doch der Panoramablick auf die Lahn und das Umland unterstreicht seinen Wert als Rastpunkt bei Wanderungen oder Autotouren. Mit einer Bewertung von 4,40 von 5 Sternen bei 88 Bewertungen zeigt sich die Besucherresonanz überwiegend positiv. Das Denkmal ist somit ein stiller, aber bedeutender Zeuge der deutschen Geschichte im hessischen Villmar.

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