Burgruine Kirneck
Highlights
- Die Burgruine Kirneck liegt auf 780 m Höhe über dem Kirnachtal im Schwarzwald-Baar-Kreis.
- Erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert, um 1400 starb das Geschlecht der Herren von Kirneck aus.
- Heute sind von der Anlage eine 18 Meter lange Schildmauer sowie weitere Mauerreste erhalten.
Tipps
- Die Burgruine Kirneck liegt etwa 800 Meter den Wald hinauf, ca. 200 Meter links vom befestigten Weg.
- Vom Parkplatz aus ist die Ruine über einen kurzen Pfad in wenigen Minuten zu erreichen.
- Erhaltene Mauerreste und der renovierte Torbogen bieten einen Einblick in die mittelalterliche Bauweise.
Eigenschaften
Über Burgruine Kirneck
Die Burgruine Kirneck liegt auf einem Felsen über dem Kirnachtal und zählt heute zu den markanten Zeugen mittelalterlicher Baukunst im Raum Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg. Die Höhenburg wurde im ausgehenden 12. Jahrhundert von den Herren von Kirneck errichtet, die als Zähringer Ministerialen gelten. Erste urkundliche Erwähnungen des Geschlechts datieren um das Jahr 1185, während die Burg selbst erstmals um das Jahr 1280 in historischen Quellen auftaucht. Mit dem Aussterben der Linie um das Jahr 1400 gelangte die Anlage schließlich in den Besitz der Stadt Villingen, bevor sie im 19. Jahrhundert als Steinbruch abgetragen wurde.
Heute sind von der ehemaligen Burganlage vor allem eine etwa 18 Meter lange und sieben Meter hohe Schildmauer sowie weitere Mauerreste erhalten. Die Sicht auf die Ruine wird durch einen modern eingefügten Toreingang geprägt, der nicht Teil des ursprünglichen Baus war. Einen besonderen Ort bildet auch die ehemalige Kapelle am Fuße des Felsens, die im späten Mittelalter dem Heiligen Wendelin geweiht worden war. Vor der Zerstörung Anfang des 19. Jahrhunderts soll zudem ein Bergfried existiert haben, der als letztes erhaltenes Bauwerk der mittelalterlichen Befestigung gedient haben könnte.
Die Ruine wurde im Jahr 2010 einer umfassenden Renovierung unterzogen, nachdem sie zuvor aufgrund von Einsturzgefahr für Besucher gesperrt war. Die Maßnahme sicherte die verbliebenen Strukturen und ermöglichte den Erhalt der historischen Substanz. Obwohl von der ursprünglichen Anlage nicht mehr viel geblieben ist, bietet die Burgruine Kirneck einen sehenswerten Einblick in die Vergangenheit der Region und gewährt zudem einen schönen Blick ins Tal. Die Ruine ist über einen befestigten Weg erreichbar, der vom Parkplatz aus etwa 800 Meter durch den Wald führt, gefolgt von einem kurzen Pfad von rund 200 Metern.
Die Burg Kirneck wird auch unter verschiedenen Namen wie Kirnegg, Kürneck, Kürnach oder Salvest erwähnt und ist Teil der Burgenlandschaft im südlichen Baden-Württemberg. Ihre Lage zwischen Villingen-Schwenningen und Unterkirnach unterstreicht ihre historische Bedeutung als Wachturm und Kontrollpunkt entlang wichtiger Verkehrswege. Literarisch erwähnt wird die Anlage unter anderem in den Kunstdenkmälern des Großherzogtums Baden sowie in Werken zur Burgenforschung in Südbaden.