Kirche/Kloster

St. Georg - Evangelische Kirchengemeinde Denzlingen

Hauptstraße 122, 79211 Denzlingen

Highlights

  • Die evangelische Kirchengemeinde Denzlingen besteht seit 1556 und ist aus der Reformationszeit hervorgegangen.
  • Die mittelalterliche Kirche mit Chorraum aus dem 13. Jahrhundert und neugotischen Elementen (ab 1591) prägt den Ortskern.
  • Seit 1990 gibt es ein Pfarrhaus im Wohngebiet Heidach, ergänzt durch eine zweite Pfarrstelle seit 1983.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Kirche.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in der Nähe der Kirchengemeinde zur Verfügung, um die Anreise zu erleichtern.
  • Die mittelalterliche Kirche aus dem 13. Jahrhundert zeigt im Chorraum und am Kirchturm (ab 1547) historische Bauteile.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Georg Denzlingen

Die Evangelische Kirchengemeinde St. Georg in Denzlingen ist ein historisches Zentrum des Glaubens und der Gemeinschaft im Herzen des badischen Ortes. Die Kirche selbst zählt zu den ältesten Sakralbauten der Region und vereint mittelalterliche Tradition mit reformatorischer Geschichte. Bereits in einer Urkunde aus dem Jahr 1302 wird die „obere Kirche“ erwähnt, wobei der Chorraum mit seinem markanten Chorbogen den ältesten erhaltenen Teil darstellt. Besonders prägend war die Zeit der Reformation: Seit 1556 ist Denzlingen evangelisch, und die Kirche entwickelte sich zu einem Ort der neuen Glaubenspraxis.

Das Äußere der Kirche erlebte im 16. und 17. Jahrhundert bedeutende Veränderungen. 1547 wurde der Kirchturm in seiner heutigen Form mit Brüstung, Pyramide und einer charakteristischen Spiraltreppe fertiggestellt – ein architektonisches Juwel, das bis heute den Ortskern dominiert. Die älteste Glocke im Turm trägt das Jahr 1591 und ist damit ein Zeitzeuge der regionalen Kirchengeschichte. 1861 folgte eine umfassende Renovierung, bei der das Gebäude im neugotischen Stil „verschönert“ wurde – ein Stil, der bis heute das Erscheinungsbild prägt.

Neben der historischen Kirche gehört zur Kirchengemeinde auch ein modernes Gemeindehaus, das 1958 aus der ehemaligen Volksschule entstand und seither als Ort der Begegnung und des Austauschs dient. Seit 1990 ergänzt ein weiteres Pfarrhaus im Wohngebiet „Heidach“ die Infrastruktur, was auf die wachsende Gemeinde und die Erschließung neuer Neubaugebiete seit 1983 hinweist. Die Kirchengemeinde pflegt eine lebendige Tradition: Viermal jährlich erscheint der „Gemeindebrief“, der nicht nur über aktuelle Veranstaltungen informiert, sondern auch die Verbindung zur Region stärkt – etwa durch die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Glottertal.

Die St. Georg-Kirche ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein Raum für Kultur und Erinnerung. Regelmäßig finden hier Veranstaltungen statt, die über den religiösen Rahmen hinausgehen – etwa Konzerte oder Ausstellungen wie die „Jüdische Kantate“ des argentinischen Komponisten Martín Palmeri, die 2024 erstmals präsentiert wurde. Mit einem rollstuhlgerechten Zugang und Parkplatz ist die Kirche zudem barrierefrei gestaltet und öffnet sich so einer breiten Besucherschaft. Wer mehr über die Geschichte oder das aktuelle Leben der Kirchengemeinde erfahren möchte, kann sich direkt an das Pfarramt wenden – sei es per E-Mail oder telefonisch.

Für alle, die sich für die bewegte Baugeschichte oder das kulturelle Leben in Denzlingen interessieren, bietet die St. Georg-Kirche einen faszinierenden Einblick in die Verbindung von Tradition und Moderne. Ob als historisches Denkmal, Ort der Andacht oder Schauplatz zeitgenössischer Kunst – die Kirchengemeinde steht für ein lebendiges Miteinander, das sich seit Jahrhunderten in den Denzlinger Alltag einfügt.

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