Denkmal/Gedenkstätte

Gaußstein

Burgbergstraße 147, 38228 Salzgitter

Highlights

  • Die Gaußsteine dienten als feste Basispunkte für präzise Landvermessung und trugen zur Entwicklung des Gauß-Krüger-Koordinatensystems bei.
  • Viele Gaußsteine stehen heute unter Denkmalschutz und zeugen von Gauß' bahnbrechender Arbeit in Geodäsie und Mathematik.

Tipps

  • Der Gaußstein in Salzgitter ist ein historischer Vermessungspfeiler aus dem Jahr 1822 und steht unter Denkmalschutz.
  • Er diente Carl Friedrich Gauß als Basispunkt für die Landesaufnahme des Königreichs Hannover.
  • Der Stein ist Teil eines größeren Netzwerks historischer Gaußsteine in Niedersachsen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Gaußstein in Salzgitter entdecken

Der Gaußstein in Salzgitter ist ein historischer Vermessungspfeiler, der im Rahmen der sogenannten Gaußschen Landesaufnahme im frühen 19. Jahrhundert errichtet wurde. Er zählt zu den erhaltenen Zeugnissen der großangelegten Vermessungsarbeiten, die der berühmte Mathematiker und Geodät Carl Friedrich Gauß ab dem Jahr 1820 im Auftrag des Königs von Hannover durchführte. Diese Arbeiten legten den Grundstein für präzise Landvermessung und führten unter anderem zur Entwicklung des Gauß-Krüger-Koordinatensystems, das bis heute in der Geodäsie von Bedeutung ist. Der Gaußstein selbst ist ein schmaler, steinerner Pfeiler mit einer quadratischen Deckplatte, die damals zur Auflage von Messgeräten diente. Solche künstlichen Basispunkte wurden von Gauß gezielt auf erhöhten Standorten angelegt, um präzise triangulierende Messungen im Königreich Hannover zu ermöglichen. Ergänzt wurden diese festen Punkte durch natürliche Orientierungspunkte wie Kirchtürme oder Berggipfel. Die verwendete Technik war für ihre Zeit wegweisend – darunter der Theodolit von Georg Friedrich von Reichenbach sowie das von Gauß selbst entwickelte Vize-Heliotrop, das Sonnenlicht für präzise optische Signale nutzte. Im Laufe der Jahre gerieten viele dieser Vermessungspunkte in Vergessenheit oder wurden sogar absichtlich zerstört, da mancherorts der Verdacht bestand, sie seien mit steuerlichen Neuerungen verbunden. Dennoch konnten einige Gaußsteine bis heute erhalten werden und stehen vielfach unter Denkmalschutz. Der Gaußstein in Salzgitter gehört zu diesen Überresten und erinnert eindrucksvoll an die wissenschaftliche Leistung eines der bedeutendsten Mathematiker der Geschichte. Der Standort in der Ortschaft Nordwest im Bundesland Niedersachsen lädt dazu ein, Geschichte hautnah zu erleben. Der Gaußstein ist nicht nur ein Zeugnis exakter Wissenschaft, sondern auch ein Kulturdenkmal, das Besucherinnen und Besuchern die Bedeutung präziser Landvermessung im 19. Jahrhundert näherbringt. Wer sich für Technikgeschichte, Geodäsie oder die Vermessungsgeschichte interessiert, findet hier einen lohnenswerten Ausflugsort, der Einblicke in die Grundlagen moderner Kartografie gewährt.

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Häufige Fragen zu Gaußstein

Was sind Gaußsteine?
Gaußsteine sind historische Vermessungspfeiler, die Carl Friedrich Gauß um 1820 zur Landesaufnahme des Königreichs Hannover errichten ließ. Sie dienten als feste Basispunkte für geodätische Messungen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wo befinden sich Gaußsteine?
Gaußsteine finden sich hauptsächlich im Gebiet des heutigen Niedersachsens, insbesondere an erhöhten Standorten, die für die damalige Triangulation geeignet waren. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Warum wurden Gaußsteine errichtet?
Sie wurden als künstliche Vermessungspunkte errichtet, um stabile Basispunkte für präzise geodätische Messungen im Zuge der Gaußschen Landesaufnahme zu schaffen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Sind Gaußsteine noch erhalten?
Viele Gaußsteine sind erhalten geblieben und stehen unter Denkmalschutz, allerdings wurden zahlreiche im Laufe der Zeit beseitigt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia