Museum

Johann-Friedrich-Danneil-Museum

An d. Marienkirche 3, 29410 Salzwedel

Highlights

  • Das Johann-Friedrich-Danneil-Museum in Salzwedel wurde 1836 gegründet und ist eines der ältesten Vereinsmuseen Deutschlands.
  • Seit 1932 befindet sich das Museum in der historischen Propstei südlich der Marienkirche.

Tipps

  • Das Museum in der Propstei Salzwedel bietet mit über 16 Ausstellungsbereichen einen umfassenden Überblick von der Steinzeit bis zur DDR-Zeit.
  • Besonders sehenswert sind der Weinbergaltar von Lucas Cranach d.J. und die prähistorischen Exponate aus der Altmark.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte regionaler Geschichte und Kultur.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Johann-Friedrich-Danneil-Museum

Das Johann-Friedrich-Danneil-Museum in Salzwedel ist eines der bedeutendsten Heimatmuseen Sachsens-Anhalts und bietet umfassende Einblicke in die Kulturgeschichte der westlichen Altmark. Seit 1932 ist das Museum in der historischen Propstei untergebracht, einem Renaissance-Fachwerkgebäude aus dem 16. Jahrhundert mit barockem Sandsteinportal. Die Räumlichkeiten beherbergen über 30.000 Exponate, die von der Urgeschichte bis zur jüngsten Zeit reichen und das Leben und Wirken der Menschen in der Region eindrucksvoll dokumentieren.

Besondere Höhepunkte der Dauerausstellung sind der berühmte Weinbergaltar von Lucas Cranach dem Jüngeren sowie die Salzwedeler Madonna, ein kunstvolles Holzrelief aus dem frühen 13. Jahrhundert. In insgesamt 16 Ausstellungsbereichen werden unter anderem Alltagsgegenstände, historische Möbel, Waffen, kirchliche Kunstwerke und Zeugnisse des Zunfthandwerks präsentiert. Diese Sammlungen verdeutlichen nicht nur die handwerkliche und künstlerische Tradition der Region, sondern erzählen auch von den gesellschaftlichen Veränderungen über die Jahrhunderte hinweg.

Das Museum wurde 1836 vom Altmärkischen Verein für vaterländische Geschichte und Industrie gegründet, wobei der namensgebende Johann Friedrich Danneil eine Schlüsselrolle spielte. Unter seiner Leitung entstand eine umfangreiche Sammlung vor- und frühgeschichtlicher Funde, die später in verschiedenen städtischen Gebäuden untergebracht war, bevor sie dauerhaft in die Propstei einzog. Auch während des Zweiten Weltkriegs blieb der Bestand weitgehend erhalten, was den kulturhistorischen Wert des Hauses zusätzlich unterstreicht.

Neben der Hauptausstellung in Salzwedel umfasst das Museum seit 1990 auch die Langobardenwerkstatt Zethlingen, ein archäologisch bedeutendes Freigelände an einem rund 2.000 Jahre alten Brandgräberfeld. Diese Außenstelle dient als museumspädagogisches Zentrum und vermittelt anschaulich das Leben der Langobarden. Regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen sowie Aktionstage für Schulklassen und Gruppen ergänzen das Angebot und laden dazu ein, sich intensiv mit der regionalen Geschichte auseinanderzusetzen.

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