Boat Making Workshop for Refugees
Highlights
- Refugees lernen im Lichtenberger Gemeindezentrum Bootbau mit Fachkräften aus verschiedenen Handwerken wie Klempnern oder Zahntechnikern.
- Workshop verbindet praktische Fähigkeiten mit historischer Bootrestaurierung – z. B. an der Don-Juan-Barkasse aus Stahl und Holz.
Tipps
- Der Workshop findet in einem Gemeindezentrum statt, das über einen barrierefreien Zugang verfügt und somit auch für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zugänglich ist.
- Das Projekt kombiniert handwerkliche Arbeit mit der Integration von Geflüchteten, wobei verschiedene Berufserfahrungen wie Klempnerei oder Zahntechnik in den Bootbau einfließen.
- Die restaurierten Boote wie die historische Barkasse *Don Juan* zeigen die Verbindung von traditionellem Handwerk und zeitgenössischer Berliner Geschichte.
Eigenschaften
Boat Making Workshop Lichtenberg
Im Bezirk Lichtenberg hat sich der Boat Making Workshop for Refugees als einzigartiges Projekt etabliert, das handwerkliche Traditionen mit sozialem Engagement verbindet. Hier erhalten Geflüchtete die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung Fähigkeiten im Bootbau zu erlernen – eine Tätigkeit, die nicht nur praktisches Wissen vermittelt, sondern auch Perspektiven für eine berufliche Zukunft eröffnet. Das Projekt nutzt die Ressourcen und das Know-how lokaler Handwerker:innen, um traditionelle Schifffahrtskunst mit modernen Ansätzen zu verbinden. Besonders beeindruckend ist die Zusammenarbeit mit der Berliner Bootsmanufaktur GmbH, die bereits an der Restaurierung historischer Schiffe wie der Don Juan mitgewirkt hat. Dieses ehemalige Spree-Schiff, das 2013 mit dem Gefolge von Königin Elizabeth unterwegs war, steht symbolisch für die Verbindung von Handwerk und kultureller Bedeutung.
Der Workshop bietet mehr als nur technische Schulungen: Durch die Arbeit an Booten – von der Reparatur bis zur Neugestaltung – lernen die Teilnehmenden nicht nur handwerkliche Grundlagen, sondern auch Teamarbeit und Geduld. Das Team setzt sich aus Fachleuten verschiedener Disziplinen zusammen, darunter Klempner, Zahntechniker und Dekorationsmaler, die ihr Wissen teilen und so ein breites Spektrum an Fähigkeiten vermitteln. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Projekten wider, die von der Restaurierung klassischer Barkassen bis hin zur Anpassung moderner Boote für unterschiedliche Nutzer:innen reichen. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, komfortable Schlafgelegenheiten für bis zu vier Personen zu gestalten – eine praktische Anwendung, die den Alltag der Geflüchteten direkt unterstützt.
Der Standort im Bezirk Lichtenberg unterstreicht die Verbindung von urbaner Kultur und handwerklicher Tradition. Das Projekt ist Teil eines größeren Netzwerks, das sich für Integration und berufliche Qualifizierung einsetzt, und zeigt, wie Handwerk als Brücke zwischen verschiedenen Lebenswelten wirken kann. Durch die Arbeit an Booten wird nicht nur ein kulturelles Erbe bewahrt, sondern auch ein Raum geschaffen, in dem Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen gemeinsam lernen und gestalten. Der Workshop ist damit nicht nur ein Ort der Ausbildung, sondern auch ein Symbol für die Kraft des Miteinanders – ein Beispiel dafür, wie Handwerk und Soziales Hand in Hand gehen.
Besucher:innen können den Workshop als Teil eines kulturellen Ausflugs erleben, um die Dynamik des Projekts hautnah zu spüren. Die offenen Werkstätten und die Präsentation der restaurierten Schiffe bieten Einblicke in die Arbeit der Teilnehmenden und die handwerkliche Expertise, die hier gelehrt wird. Gleichzeitig wird deutlich, wie aus einer scheinbar einfachen Tätigkeit wie dem Bootbau etwas Großes entstehen kann: eine Chance für Neuorientierung, ein Stück lebendige Geschichte und ein Beitrag zur Stärkung des Gemeinwesens in Lichtenberg.