Schnippenpohl
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Schnippenpohl in Ochtrup umfasst einen nährstoffarmen Heideweiher und feuchte Waldbereiche.
- Es schützt seltene Arten wie den Moorfrosch und die Rohrweihe sowie wertvolle Pflanzengesellschaften des Feuchtgrünlands.
- Das 32,5 Hektar große Gebiet wurde 1952 ausgewiesen und ist Teil des NATURA 2000 Netzwerks.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Schnippenpohl ist besonders für seltene Feuchtbiotope und gefährdete Tierarten wie den Moorfrosch sowie verschiedene Wasservögel von Bedeutung.
- Im Gebiet kommen typische Pflanzenarten nährstoffarmer Feuchtstandorte vor, darunter Schnabel-Segge und Schmalblättriges Wollgras.
- Das Gelände umfasst feuchte Waldareale und Wiesen, die als Refugialräume für heimische Moor- und Heideweiherarten dienen.
Eigenschaften
Über Schnippenpohl
Das Naturschutzgebiet Schnippenpohl liegt im nordrhein-westfälischen Ochtrup im Kreis Steinfurt. Es zählt zu den landschaftsschutzrechtlich geschützten Flächen und ist Teil eines größeren Biotopverbundes von landes- und europaweiter Bedeutung. Das rund 33 Hektar große Areal umfasst ein kleines Waldstück mit einem flachen Heideweiher, der durch historische Toneisenerz-Abbauaktivitäten entstanden ist. Umgeben wird der Weiher von feuchten Waldstandorten sowie angrenzenden Grünlandflächen im Westen und Süden.
Das Schutzziel des Gebietes ist die Erhaltung und Entwicklung seltener sowie zum Teil gefährdeter Lebensräume und Arten. Dazu gehören insbesondere nährstoffarme Feuchtbiotope wie der Heideweiher selbst, der als Refugialraum für Moor- und Heideweiherarten von Bedeutung ist. Die umliegenden Waldflächen bestehen aus lichten Birkenbruchwäldern und Eichen-Birken-Wäldern, die ebenfalls naturnahe Strukturen aufweisen. Im Norden des Weihers befindet sich eine feuchte Senke mit Binsenbestand. Diese Lebensräume bieten Lebensraum für verschiedene geschützte Tier- und Pflanzenarten, darunter der Moorfrosch sowie verschiedene selten gewordene Pflanzenarten wie die Schnabel-Segge, das Schmalblättrige Wollgras und verschiedene Torfmoose.
Ein besonderer Fokus des Naturschutzes liegt auf der Vermeidung von Eutrophierung und Verlandung des Heideweihers. Um den ökologischen Zustand langfristig zu sichern, wurden Maßnahmen zur Renaturierung ergriffen, um den natürlichen Wasser- und Nährstoffhaushalt wiederherzustellen. Eine intensive Nutzung des Gewässers sowie seiner Umgebung ist untersagt, um die empfindlichen Ökosysteme zu schützen. Die angrenzenden Feuchtgrünlandflächen sollen extensiv bewirtschaftet werden, um eine weitere Anreicherung mit Nährstoffen zu verhindern.
Das Gebiet ist sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus naturschutzfachlicher Sicht von hoher Bedeutung. Es trägt zur Erhaltung landschaftstypischer Biotope bei und ist Teil des europäischen ökologischen Netzes „Natura 2000“. Durch seine landschaftliche Eigenart und die Vielfalt an seltenen Arten gilt das Naturschutzgebiet Schnippenpohl als wertvoller Bestandteil der nordrhein-westfälischen Natur.