Denkmal/Gedenkstätte

Wasserburg Haus Welbergen

Bertha-Jordaan-Van-Heek-Straße 1, 48607 Ochtrup

Highlights

  • Die Wasserburg Haus Welbergen ist eine denkmalgeschützte Anlage im Ortsteil Welbergen von Ochtrup.
  • Das Herrenhaus wurde im 13. Jahrhundert erbaut und später von verschiedenen Adelsgeschlechtern bewohnt.
  • Die Architektur umfasst Backsteingebäude mit Dreistaffelgiebeln, Stuckdekorationen und einen erweiterten Graben.

Tipps

  • Die Anlage ist ideal für Spaziergänge im gepflegten Park und entlang des Wassergrabens.
  • Das Herrenhaus kann von außen besichtigt werden, eine Innenbesichtigung ist nur nach vorheriger Buchung möglich.
  • Die historische Architektur und die umliegende Natur bieten gute Fotomotive.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Wasserburg Haus Welbergen

Die Wasserburg Haus Welbergen liegt im nordrhein-westfälischen Ochtrup und zählt zu den bedeutenden kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Region. Als denkmalgeschützte Anlage thront das Wasserschloss idyllisch inmitten eines von der Gauxbach gespeisten Grabensystems. Die Burganlage besteht aus dem Herrenhaus, einer unregelmäßigen Vorburg sowie verschiedenen Neben- und Wirtschaftsgebäuden. Das Herrenhaus, ein siebenachsiges Backsteingebäude mit Dreistaffelgiebeln, steht frei im Wasser und ist architektonisch geprägt von mehreren Umbau- und Renovierungsphasen über die Jahrhunderte hinweg. Besonders auffällig ist der schmale Vorbau aus dem 16. Jahrhundert sowie die kunstvolle Stuckdekoration aus dem 18. Jahrhundert.

Die Geschichte der Burg reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Nachweislich residierten damals die Herren von Welleberghe auf dem Gelände. Im Laufe der Zeit wechselte der Besitz mehrfach: über das Geschlecht Blome gelangte die Burg im frühen 16. Jahrhundert an die Familie Althaus. Spätere Besitzer prägten das Erscheinungsbild der Anlage entscheidend mit: So wurde das Herrenhaus im 16. Jahrhundert neu erbaut und im 18. Jahrhundert umfassend renoviert. Auch die Vorburg mit ihren drei Pavillons und der Marienkapelle im zentralen Pavillon zeugt von der baulichen und künstlerischen Entwicklung der verschiedenen Epochen. Der Garten, der in den 1960er Jahren neu angelegt wurde, umschließt die Burganlage und lädt zu Spaziergängen ein.

Ein besonderes Bauwerk innerhalb des Geländes ist die im Jahr 1802 errichtete Fachwerkwassermühle, die nördlich der Burganlage steht. Hinter ihr befand sich einst ein barocker Garten, von dem heute nur noch einzelne Torpfeiler zeugen. Der Zugang zur Burg erfolgt über eine Sandsteinbrücke aus dem 18. Jahrhundert, auf der eine Johannes-Nepomuk-Skulptur von Cornelius Sasse zu sehen ist. Diese Brücke markiert den Übergang vom Landschaftsgarten zur eigentlichen Burganlage und unterstreicht den repräsentativen Charakter des Eingangsbereichs. Südlich des Speichers finden sich weitere erhaltene Torpfeiler, die auf den ehemaligen Landschaftsgarten des späten 18. Jahrhunderts hinweisen.

Die Besitzgeschichte des Anwesens setzte sich nach 1920 mit weiteren Privatbesitzern fort, darunter der Bankier Jordaan van Heek. Nach dessen Tod wurde das Anwesen schließlich in mehrere Eigentumsbereiche aufgeteilt. Heute ist die Wasserburg Haus Welbergen ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher, die Architektur, Geschichte und Natur miteinander verbinden möchten. Die Außenanlagen sind kostenfrei zugänglich und bieten ausreichend Raum für Spaziergänge entlang des Wassergrabens oder durch den gepflegten Park. Für Interessierte besteht zudem die Möglichkeit, eine Innenbesichtigung des Herrenhauses zu buchen, um die restaurierten Räume und historischen Details erleben.

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