Emsland-Dom, St. Martinus
Highlights
- Der Emsland-Dom St. Martinus in Haren wurde 1908–1911 als neuromanische Kirche erbaut und ersetzt eine mittelalterliche Vorgängerkirche.
- Erhalten blieb der 1510 erbaute Glockenturm mit drei historischen Glocken (Anna, Maria, Martin) sowie barock angepasste Seitenmauern der Vorgängerbauphase.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Gäste.
- Ein barrierefreier Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe des Eingangs zur Verfügung.
- Die historische Architektur vereint Elemente aus dem Mittelalter und dem Barockstil.
Eigenschaften
Emsland-Dom St. Martinus Haren (Ems) – Sakrale Kultur
Der Emsland-Dom St. Martinus in Haren (Ems) zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauwerken der Region und vereint historische Kontinuität mit moderner Liturgie. Als „Emslanddom“ bekannt, entstand die heutige Kirche zwischen 1908 und 1911 unter der Leitung des Pfarrers Friedrich Sandkühler – ein würdiger Nachfolger einer mittelalterlichen Vorgängerkirche, die bereits 1853/54 durch einen neuromanischen Neubau ersetzt worden war. Besonders beeindruckend sind die erhaltenen Elemente der älteren Bausubstanz: der markante Glockenturm mit seinen drei historischen Glocken aus den Jahren 1510, 1650 und 1921 sowie die barock angepassten Seitenmauern, die an den ursprünglichen dreischiffigen Grundriss erinnern.
Das Innere der Kirche besticht durch eine weite, 15 Meter breite Halle, die aus dem ursprünglichen Längsschiff entstand. Der barocke Charakter des Neubaus prägt bis heute die Raumgestaltung, während der Altarbereich seit einer liturgischen Umgestaltung im Jahr 2001 eine tief symbolträchtige Aussagekraft vermittelt. Die Verbindung von Tradition und zeitgemäßer Spiritualität macht den Dom zu einem Ort der Begegnung – hier finden seit über 2000 Jahren Menschen zusammen, um Glauben zu leben, zu teilen und im Alltag Verankerung zu finden.
Barrierefreiheit spielt im Emsland-Dom eine zentrale Rolle: Rollstuhlgerechter Zugang und ein ebenerdiger Parkplatz ermöglichen allen Besuchern den Eintritt. Wer mehr über die Geschichte und Architektur erfahren möchte, kann an geführten Touren teilnehmen, die Einblicke in die spannende Entwicklung des Sakralbaus geben. Als Herz der katholischen Gemeinde steht die Kirche nicht nur für religiöse Praxis, sondern auch für das gemeinsame Engagement der Pfarrgemeinde – etwa durch regelmäßige Treffen des Kooperationsrats unter Leitung von Pfarrer Tobias Kotte.
Die Geschichte des Emsland-Doms spiegelt sich auch in den Persönlichkeiten wider, die ihn prägten. So war der Namenspatron Friedrich des Pfarrers Sandkühler (1888–1914) nicht nur Namensgeber, sondern auch ein wichtiger Impulsgeber für den Neubau. Heute lebt diese Tradition in der aktiven Gestaltung des Glaubenslebens weiter – von der Umsetzung eines Schutzkonzepts bis hin zur Weiterentwicklung gemeinsamer Werte in den Kirchengemeinden der Region.
Als eines der prägendsten Kulturdenkmäler im Emsland vereint der St. Martinus historische Substanz mit lebendiger Gegenwart. Ob als Ort der Andacht, der Geschichte oder des sozialen Miteinanders – der Dom lädt alle ein, die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart zu erleben. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Gläubige, sondern für alle, die an Architektur, Kultur und regionaler Identität interessiert sind.