Denkmal/Gedenkstätte

Internationales Mahnmal

Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Bergedorf

Highlights

  • Das Internationale Mahnmal in Bergedorf erinnert an die Opfer des KZ Neuengamme.
  • Es wurde 1965 errichtet und ist Teil einer Gedenkstätte mit Ausstellungsgebäude seit 1981.
  • Das Gelände beherbergte einst das größte Konzentrationslager Nordwestdeutschlands.

Tipps

  • Ein Besuch lohnt sich besonders für historisch interessierte Personen, die sich intensiv mit der NS-Zeit auseinandersetzen möchten.
  • Führungen bieten vertiefende Einblicke und sind besonders für Gruppen oder Schulklassen empfehlenswert.
  • Das Gelände ist umfangreich – für einen vollständigen Besuch sollte ausreichend Zeit eingeplant werden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Internationales Mahnmal

Das Internationale Mahnmal in Bergedorf erinnert eindringlich an die Opfer des Nationalsozialismus und steht als Symbol für die Verpflichtung, nie wieder zu vergessen. Es ist Teil der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die sich auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers befindet, das von 1938 bis 1945 bestand und eines der größten Lager im Nordwesten Deutschlands war. Mehr als 100.000 Menschen aus ganz Europa wurden hier inhaftiert, mindestens 42.900 von ihnen starben während der Haft, durch Zwangsarbeit oder bei den sogenannten „Lagerräumungen“ gegen Kriegsende.

Die Gedenkstätte entstand in mehreren Schritten: Bereits 1965 wurde das Internationale Mahnmal errichtet, um den Toten zu gedenken und einen Ort des Erinnerns zu schaffen. 1981 folgte der Bau des „Dokumentenhauses“, das heute eine zentrale Ausstellung beherbergt. Nach der Schließung der auf dem Gelände untergebrachten Gefängnisse in den Jahren 2003 und 2006 konnte die Gedenkstätte vollständig zu einem Ausstellungs-, Bildungs- und Begegnungsort ausgebaut werden. Heute umfasst sie 17 historische Gebäude und gilt als eine der größten Gedenkstätten Deutschlands.

Besucherinnen und Besucher erhalten am Haupteingang eine erste Orientierung im Service-Point und können anschließend eine der fünf vielsprachigen Ausstellungen besuchen, die in Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch geführt werden. Die Ausstellungen vermitteln eindrücklich die Geschichte des Lagers, das Leben der Häftlinge sowie die Nachkriegsentwicklung des Geländes. Neben Führungen durch das Gelände und die Gebäude bieten spezielle Angebote wie Studienprogramme, Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie digitale Formate Raum für tiefgehende Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Das Internationale Mahnmal steht nicht nur für Trauer, sondern auch für die Verantwortung der Nachwelt, die Erinnerung wachzuhalten und für ein weltoffenes Miteinander einzutreten. Es ist ein Ort der Bildung, der Reflexion und des Gedenkens – für alle, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen möchten. Die Gedenkstätte ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu diesem wichtigen Ort der Erinnerung zu ermöglichen.

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