Bismarckturm Hornisgrinde
Highlights
- Der Bismarckturm auf der Hornisgrinde ist 7 Meter hoch und steht seit 1871 auf dem höchsten Punkt des Nordschwarzwaldes.
- Ursprünglich als Signalturm für die Landesvermessung erbaut, dient er heute als beliebter Aussichtspunkt für Wanderer.
- Der nahegelegene 23 Meter hohe Hornisgrindeturm wurde 1910 vom Badischen Schwarzwaldverein errichtet.
Eigenschaften
Über Bismarckturm Hornisgrinde
Der Bismarckturm Hornisgrinde befindet sich auf dem höchsten Punkt des Hornisgrinderückens im Ortsteil Ottersweier und zählt zum Landkreis Rastatt in Baden-Württemberg. Obwohl der Turm heute vielfach als „Bismarckturm“ bekannt ist, handelt es sich ursprünglich um einen Vermessungsturm, der im 19. Jahrhundert errichtet wurde, um präzise Landvermessungen im Nordschwarzwald zu ermöglichen. Die Bezeichnung „Bismarckturm“ hat sich im Volksmund etabliert, ohne dass deren Ursprung heute noch eindeutig nachvollziehbar wäre.
Der sieben Meter hohe Turm steht direkt auf der Gemarkungsgrenze zwischen den Gemeinden Sasbach und Sasbachwalden. Ursprünglich als steinerner Messpunkt konzipiert, wurde er im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut. Nachdem festgestellt wurde, dass der Untergrund für präzise Messungen nicht geeignet war, wurde der Turm abgerissen und an derselben Stelle erneut errichtet. Im Jahr 1892 wurde er durch eine Initiative des Schwarzwaldvereins Achern zu einem öffentlich zugänglichen Aussichtsturm umgebaut. Eine außenliegende Wendeltreppe ermöglicht den Zugang zur Aussichtsplattform, von der aus ein Panoramablick über den Nordschwarzwald möglich ist.
Nach jahrzehntelanger Nutzung und zunehmendem Verfall wurde der Turm Anfang des 21. Jahrhunderts umfassend saniert. Neben der Stabilisierung des Mauerwerks und der Erneuerung der Plattform wurden auch neue Geländer und informative Edelstahltürme angebracht. Seit der Wiedereröffnung ziehen Besucher den Turm als lohnenswertes Ausflugsziel an. Die Sicht reicht bei klarem Wetter weit über das Hochmoor und die umliegenden Regionen. Besonders im Winter wird der Turm als sehenswertes Ziel beschrieben, auch wenn vereinzelt vereiste Wege die Anreise erschweren können.
Der Bismarckturm Hornisgrinde ist nicht nur ein beliebtes Wanderziel, sondern auch ein technisches Kulturdenkmal mit einer langen Vermessungsgeschichte. Die Hornisgrinde diente auch im 20. Jahrhundert weiterhin als wichtiger Anschlusspunkt für Katastervermessungen. Eine Infotafel am Turm informiert über seine historische Entwicklung und Funktion. Rund um den Turm laden rustikale Bänke zum Verweilen ein, während Wanderer den Ausblick genießen und sich über die Region informieren können.