Felsformation

Wissower Klinken

18546 Sassnitz

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Über Wissower Klinken

Die Wissower Klinken befinden sich im landschaftlich reizvollen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, genauer im Ort Sassnitz auf der Insel Rügen. Sie zählen zu den eindrucksvollsten Naturphänomenen der Region und waren einst eine markante Kreidefelsformation im Nationalpark Jasmund. Diese geologischen Besonderheiten entstanden durch natürliche Erosion und prägten über Jahrzehnte das Bild der Küstenlandschaft. Besucher erreichen die ehemaligen Klinken über einen gut ausgeschilderten Wanderweg, der durch den nahegelegenen Buchenwald führt und keine besonders hohe körperliche Belastung darstellt.

Die Wissower Klinken galten lange als einer der beliebtesten touristischen Ziele auf Rügen. Besonders Wanderfreunde schätzten den relativ kurzen Weg vom Parkplatz bis zu den ehemaligen Klippen, der durch den malerischen Jasmunder Buchenwald führte. Dieser Wald ist seit 2011 Teil des UNESCO-Welterbes und bietet eine atemberaubende Kulisse für Spaziergänge und Naturerlebnisse. Entlang des Hochuferwegs Jasmund öffnet sich immer wieder der Blick auf die dramatische Steilküste mit ihren einzigartigen Felsformationen und Panoramablicken auf die Ostsee.

Einige der beeindruckendsten Momente der Wissower Klinken endeten jedoch mit einem spektakulären Abbruch, bei dem große Teile der Felsformation ins Meer stürzten. Seitdem sind von den ursprünglichen bis zu 20 Meter hohen Hauptzinnen nur noch Fragmente übrig. Die Ursache dieses natürlichen Ereignisses lag in der ständigen Erosion durch die Meeresbrandung sowie in geologischen Spannungen aus der Eiszeit. Dennoch bleibt der Ort ein lohnenswerter Ausflugsort für alle, die die raue Schönheit der rügenischen Natur erleben möchten – ohne Eintrittspreis und in unberührter Natur.

Ein verbreiteter Irrtum besagt, die Wissower Klinken hätten Caspar David Friedrich als Vorlage für sein berühmtes Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ gedient. Tatsächlich entstanden die Felsformationen erst später durch Erosion und konnten daher nicht Modell für das Werk des Malers gewesen sein. Der Name „Klinken“ leitet sich vom slawischen Wort „klinŭ“ ab, was „Winkel“ oder „Keil“ bedeutet – eine Anspielung auf die keilförmige Gestalt der Felsen. Heute sind die Wissower Klinken auch als eines der 3D-Modelle im Rahmen der 30 Geotope³-Initiative der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften präsentiert.

In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere sehenswerte Orte, darunter das UNESCO-Welterbeforum, die Ernst-Moritz-Arndt-Sicht sowie der Kieler Bach. Diese ergänzen den Besuch der Wissower Klinken ideal und bieten weitere Möglichkeiten, die Naturschönheiten rund um Sassnitz und den Nationalpark Jasmund zu entdecken. Mit etwas Ausdauer lässt sich auch der Königsstuhl besteigen – ein weiterer Höhepunkt der Region, der sich lohnt, wenn man die rauen Klippen und die mächtige Natur der Ostseeküste bewundern möchte.

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