Kapelle St. Corona
Highlights
- Die Kapelle St. Corona in Sauerlach ist eine ehemalige Wallfahrtskapelle, die 1820 wiederaufgebaut wurde.
- Sie wurde 1671 geweiht und zuletzt 1986 umfassend renoviert.
- Die Kapelle steht unter Denkmalschutz und gehört heute zum Pfarrverband Sauerlach.
Tipps
- Wandern in der Nähe lohnt sich, da ruhige Wege und schöne Natur vorhanden sind.
- Die Kapelle ist ein geschichtsträchtiges Baudenkmal mit interessanter Stiftungslegende.
- Besuch lohnt besonders bei Kirchweih, wenn Wallfahrtsbrauchtum stattfindet.
Eigenschaften
Über Kapelle St. Corona
Die Kapelle St. Corona befindet sich im Gemeindeteil Arget der Gemeinde Sauerlach im Landkreis München, Bayern. Ursprünglich der Pfarrgemeinde St. Michael zugehörig, gehört sie heute zum Pfarrverband Sauerlach innerhalb des Dekanats Ottobrunn des Erzbistums München und Freising. Die Andachtsstätte gilt als ehemalige Wallfahrtskapelle und zählt heute zu den sakralen Kulturdenkmälern der Region.
Die Stiftungslegende der Kapelle berichtet von einem Holzbild, das im Jahr 1599 von einem Ehepaar aus Arget im nahegelegenen Wald gefunden wurde. Obwohl das Bild zunächst mitgenommen wurde, kehrte es angeblich an seinen Fundort zurück. Diese Ereignisse führten später zur Errichtung einer Kapelle am Fundort. Nach anfänglichen Bauten im 17. Jahrhundert wurde die heutige Kapelle im Jahr 1820 wiederaufgebaut, nachdem der Vorgängerbau 1807 abgebrochen worden war. Der Wiederaufbau erfolgte mit dem Ziel, die Wallfahrtsnutzung wiederherzustellen, die bis dahin stark frequentiert, aber auch von missbräuchlichem Verhalten geprägt war.
Die Architektur der Kapelle zeigt ein Walmdach mit Dachreiter, was dem Bauwerk ein markantes, zeitgemäßes Erscheinungsbild verleiht. Innenräume und Außenflächen wurden im Laufe der Zeit mehrfach renoviert, zuletzt in den 1980er Jahren unter Pfarrer Willibald Glas. Dabei wurden unter anderem die Fundamente erneuert, die Mauern entwässert, der Altar restauriert und der Dachstuhl verstärkt. Die Innenausstattung umfasst einen schlichten Holzaltar sowie Darstellungen der Heiligen Corona. Eine Inschrift an der Ostseite lädt zur Rast und zum Gebet ein: „Müder Wanderer stehe still, mach bei Sankt Corona Rast. Dich im Gebet ihr fromm empfiel, wenn du manch’ Kummer und Sorge hast.“
Die Kapelle St. Corona wird heute gelegentlich für Andachten genutzt, insbesondere um den Gedenktag der Heiligen am 14. Mai. In der Vergangenheit fanden hier Wallfahrten statt, die sowohl religiöse als auch kulturelle Bedeutung hatten. Aufgrund ihrer ruhigen Lage und der sakralen Atmosphäre wird die Kapelle auch von Wanderern als Ort der Besinnung aufgesucht. Sie steht unter Denkmalschutz und wird als Baudenkmal geführt.