Kirche/Kloster

Teufelsgraben

83607 Holzkirchen

Highlights

  • Der Teufelsgraben ist ein etwa 23 km langes, trockenes Tal im bayerischen Voralpenland südlich von Holzkirchen.
  • Er entstand vor rund 20.000 Jahren durch den Abfluss des abschmelzenden Isar-Loisach-Gletschers.
  • Das Tal wird heute von verschiedenen Verkehrswegen wie der Bahnstrecke Holzkirchen–Rosenheim und der St 2573 gekreuzt.

Tipps

  • Beim Besuch des Teufelsgrabens können Wanderwege entlang der Talsohle genutzt werden, die durch Wiesen und kleine Seen führen.
  • Die ehemalige Bahnstrecke Holzkirchen–Rosenheim bietet heute einen geschotterten Weg für Radfahrer und Spaziergänger.
  • Aufgrund der dichten Bewaldung und wechselnden Geländebedingungen sollte wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk getragen werden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Sakral Teufelsgraben Holzkirchen

Der Teufelsgraben ist ein rund 23 Kilometer langes, heute weitgehend trockenes Tal im bayerischen Voralpenland. Es verläuft am südlichen Rand der Münchner Schotterebene und erstreckt sich von Sachsenkam im Tölzer Land bis zum Mangfallknie bei Grub in der Gemeinde Valley. Im Bereich von Holzkirchen, einem bekannten Ausflugsziel im Landkreis Miesbach, durchquert der Teufelsgraben die Landschaft und prägt das Bild der Region. Die Talsohle wird heute von Wiesen, Auen und einzelnen kleinen Seen geprägt, während die Hänge größtenteils dicht bewaldet sind und stellenweise von Nagelfluhfelsen durchzogen werden.

Die Entstehung des Teufelsgrabens reicht zurück in die Zeit gegen Ende der letzten Eiszeit. Vor etwa 20.000 Jahren schmolz der Isar-Loisach-Gletscher ab und bildete einen mächtigen Schmelzwasserfluss. Aufgrund von Gletscherschutt des Karwendelgebirges wurde der ursprüngliche Isarlauf verlegt, und das Wasser begann, sich südlich von Reutberg ein Tal in Richtung Norden zu graben. Ursprünglich floss das Wasser durch das Gebiet von Grub und weiter nordwärts. Später wurde die Mangfall in das Becken des ehemaligen Inn-Gletschers umgelenkt, was zur tieferen Erosion des Teufelsgrabens führte. Mit der Zeit kehrte die Isar in ihren ursprünglichen Verlauf zurück, und der Teufelsgraben verlor seine Funktion als Hauptflussbett. Heute fließen nur noch kleinere Bäche zeitweise durch das Tal, darunter im Südwesten der Kirchseebach, der im Bereich der Staatsstraße 2073 versickert.

Aufgrund seiner tief eingeschnittenen Topografie stellte der Teufelsgraben für die Menschen immer ein Verkehrshindernis dar. Straßen, Eisenbahntrassen und Wege mussten das Tal überwinden. Die Bahnstrecke Holzkirchen–Rosenheim, die 1857 fertiggestellt wurde, verläuft über weite Strecken im Tal. Ebenso kreuzen verschiedene Straßen den Teufelsgraben auf erhöhten Dämmen, ohne dass es Unterführungen oder klare Wasserläufe unter ihnen gäbe. Eine markante Bauwerk im Tal ist die 1890 errichtete Teufelsgrabenbrücke, ein ehemaliges Aquädukt der Münchner Trinkwasserleitung, das 1998 stillgelegt wurde. Westlich von Holzkirchen führt außerdem die Staatsstraße 2573 auf einem Damm über das Tal.

Der Teufelsgraben ist nicht nur landschaftlich und verkehrsgeschichtlich bedeutsam, sondern auch von geologischem Interesse. Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat das Tal als wertvolles Geotop (Geotop-Nummer: 182R010) ausgewiesen. Dies unterstreicht die Bedeutung des Schmelzwassertals als Zeugnis der eiszeitlichen Erdgeschichte. Die geologischen Besonderheiten machen den Teufelsgraben zu einem lohnenswerten Ziel für Natur- und Kulturinteressierte.

Neben seiner naturwissenschaftlichen Bedeutung ranken sich um den Teufelsgraben auch Sagen und Legenden. Eine davon erklärt den Namen des Tales mit einer Erzählung des alten Messners von Föching, die von mystischen Kräften handelt, die beim Entstehen des Tals eine Rolle spielten. Diese Geschichten tragen dazu bei, dass der Teufelsgraben nicht nur als geologisches Phänomen, sondern auch als kulturelles Erbe im bayerischen Voralpenland wahrgenommen wird.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…

Häufige Fragen zu Teufelsgraben

Was ist der Teufelsgraben bei Holzkirchen?
Der Teufelsgraben ist ein etwa 23 km langes, trockenes Tal im bayerischen Voralpenland, das während der Würmeiszeit durch den Fluss des abschmelzenden Isar-Loisach-Gletschers entstand. Heute verläuft dort unter anderem die Bahnstrecke Holzkirchen–Rosenheim.

Quelle: wikipedia

Wie entstand der Teufelsgraben?
Der Teufelsgraben entstand vor etwa 20.000 Jahren durch das Abschmelzen des Isar-Loisach-Gletschers. Der Fluss grub sich beginnend beim Kloster Reutberg ein Tal in den Gletscherschutt, welcher später durch die Ablenkung der Mangfall tiefer geschürft wurde.

Quelle: wikipedia

Welche Verkehrsanbindungen gibt es im Teufelsgraben?
Im Teufelsgraben verläuft die Bahnstrecke Holzkirchen–Rosenheim sowie verschiedene Dämme und Brücken für Straßen und Wege. Dazu gehören auch die ehemalige Teufelsgrabenbrücke der Münchner Trinkwasserleitung und die Staatsstraße 2573.

Quelle: wikipedia

Warum ist der Teufelsgraben ein Geotop?
Das Schmelzwassertal Teufelsgraben ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als wertvolles Geotop (Nr. 182R010) anerkannt, da es ein bedeutendes Beispiel eiszeitlicher Talbildung darstellt und geowissenschaftlich von großem Interesse ist.

Quelle: wikipedia