Denkmal/Gedenkstätte

SCHMIED MIT KNABE

Blumenstraße 11-15, 40212 Düsseldorf-Stadtbezirk 1

Highlights

  • Die Bronzeplastik 'Schmied mit Knabe' von Joseph Hammerschmidt entstand 1901.
  • Sie ist ein Relikt des zerstörten Moltke-Denkmals auf der Heinrich-Heine-Allee.
  • Das Werk zeigt einen Schmied, der einem Jungen etwas erklärt, sitzend auf einem leeren Sockel.

Tipps

  • Die Skulptur „Schmied mit Knabe“ auf dem Martin-Luther-Platz ist ein Fragment des ehemaligen Moltkedenkmals und wurde 1994 an diesem Ort aufgestellt.
  • Der Standort auf dem Martin-Luther-Platz ist leicht zu Fuß von der Königsallee oder dem Hauptbahnhof aus zu erreichen.
  • Ein informatives Schild am Denkmal erläutert die Geschichte des Werks und seine Verbindung zum Moltkedenkmal sowie zur Stadtgeschichte.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über SCHMIED MIT KNABE

Die Skulptur „Schmied mit Knabe“ befindet sich im Stadtbezirk 1 von Düsseldorf, direkt am Martin-Luther-Platz. Sie gilt als ein bedeutendes kulturelles Denkmal und ist ein Fragment des ehemaligen Moltkedenkmals, das einst in der Heinrich-Heine-Allee aufgestellt war. Das Denkmal wurde bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört; lediglich zwei Skulpturengruppen von Joseph Hammerschmidt blieben erhalten – darunter auch „Schmied mit Knabe“. Seit 1994 hat die Figur ihren jetzigen Standort am Martin-Luther-Platz inne.

Gestaltet wurde die Bronzeplastik um das Jahr 1901 vom Bildhauer Joseph Hammerschmidt. Ursprünglich flankierte sie gemeinsam mit einer weiteren Gruppe das Podest der Statue des Generalfeldmarschalls Helmuth von Moltke, geschaffen von Josef Tüshaus. Die Darstellung zeigt einen Schmied, der einem Knaben etwas erklärt, während dieser auf einem Steinblock sitzt. Die Figur ist nicht nur ein Werk der bildenden Kunst, sondern auch ein historisches Zeugnis, das an die Zerstörung vieler Denkmäler im Krieg erinnert. Der kreuzförmige Sockel soll symbolisch an diese Zerstörung sowie an die Opfer des Krieges mahnen.

Ein Informations­schild am Standort weist darauf hin, dass es sich bei der Skulptur nicht um ein eigenständiges Denkmal handelt, sondern um ein Relikt des Moltke-Monuments. Der Volksmund leitet aus der Haltung der Figur einen sprachlichen Ausspruch ab: „Jong, Janck en de Aldestadt on hol mech fönef alt“, was sinngemäß auf die Alltagserfahrung des Schmiedehandwerks anspielt. Die Stiftung Alde Düsseldorf e. V. hat maßgeblich zur Erhaltung und Neuerrichtung des Fragments beigetragen.

Die Skulptur ist mit einer Höhe von etwa zwei Metern eine auffällige Straßenfigur inmitten des urbanen Umfelds. Ihre Oberfläche trägt deutliche Spuren der Zeit und der Kriegseinwirkung, was ihr einen besonderen historischen Charakter verleiht. Die Plastik ist Teil der Düsseldorfer Stadtgeschichte und spiegelt die Veränderungen der Stadt im 20. Jahrhundert wider. Sie steht an einem zentralen Platz, der sowohl für den Alltagsverkehr als auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird innezuhalten und die Geschichte des Ortes wahrzunehmen.

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