Parks & Gärten

Steinbruch Hirzstein

· 34132, Unnamed Road, 34132 Kassel

Highlights

  • Der Hirzstein ist ein 502 Meter hoher Bergsporn im Habichtswald bei Kassel.
  • Auf dem Gipfel befindet sich ein Aussichtspunkt mit Blick auf Baunatal und das Knüllgebirge.
  • Neben dem Naturschutzgebiet Hirzstein ist dort auch die Teufelsmauer erhalten, ein ehemaliger Basaltgang aus dem 18. Jahrhundert.

Tipps

  • Beim Besuch des Steinbruchs Hirzstein lohnt sich der Aufstieg zum Aussichtspunkt für den Panoramablick über das Habichtswaldgebirge und die umliegenden Täler.
  • Der nahegelegene Guckpfahl mit Fernrohren hilft, entfernte Sehenswürdigkeiten wie den Burgberg oder das Knüllgebirge besser zu erkennen.
  • Trotz teilweise unübersichtlicher Wege durch den Steinbruch bietet das Gelände interessante geologische Strukturen und lohnt eine ruhige Erkundung.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Romantisch Ganzjährig

Über Steinbruch Hirzstein

Der Steinbruch Hirzstein befindet sich im Osten des Naturparks Habichtswald in der kreisfreien Stadt Kassel, im Bundesland Hessen. Der Bergsporn erhebt sich auf einer Höhe von 502 Metern über dem Meeresspiegel und bildet einen markanten Teil der Südflanke des Hohen Habichtswaldes. Geographisch liegt der Hirzstein im Stadtteil Brasselsberg, nördlich oberhalb von Elgershausen und östlich von Hoof. In unmittelbarer Nähe fließt der Firnsbach, ein nördlicher Zufluss der Bauna, westlich am Berg vorbei. Die umliegende Landschaft gehört naturräumlich zum Westhessischen Berg- und Senkenland und genauer zum Naturraum des Hohen Habichtwaldes.

Der ehemalige Basaltsteinbruch ist heute ein Naturschutzgebiet und zieht Besucher durch seine markante Felswand und den nahegelegenen Aussichtspunkt auf 474,8 Metern Höhe. Dieser bietet einen weiten Blick über das Umland, unter anderem auf die Langenberge, Baunatal und Schauenburg. In südlicher Richtung ist in der Ferne das Knüllgebirge zu erkennen. Vor Ort gibt es einen sogenannten Guckpfahl mit Fernrohren, die verschiedene Sichtziele mit Entfernungsangaben markieren. Südwestlich des Gipfels befindet sich der ehemalige Steinbruch, dessen steile Felswände heute ein Naturschutzobjekt darstellen und einen beeindruckenden Kontrast zur umgebenden Waldlandschaft bilden.

Eine weitere geologische Besonderheit ist die sogenannte Teufelsmauer, rund 450 Meter nordöstlich des Gipfels gelegen. Diese etwa 30 Meter lange und bis zu 10 Meter hohe Basaltformation entstand durch erkaltetes Magma, das sich in weichere Gesteinsschichten eingewühlt hatte. Im 18. Jahrhundert wurde hier Basalttuff für den Bau des Herkules-Obelisken im Bergpark Wilhelmshöhe abgebaut. Die Teufelsmauer ist heute Teil des Naturschutzgebiets und zählt zu den geschützten Naturdenkmälern. In unmittelbarer Nähe befindet sich die kleine Schutzhütte Teufelseck, die an einer Waldwegkreuzung liegt.

Das Naturschutzgebiet Hirzstein wurde bereits in den späten 1970er Jahren ausgewiesen und umfasst eine Fläche von 0,27 Quadratkilometern. Es schützt neben der Kuppe des Hirzstein und der Teufelsmauer auch Ringwälle in Gipfel Nähe, die als Kulturdenkmäler gelten. Das Areal gehört zudem zum europäischen Vogelschutz- und FFH-Gebiet Habichtswald und Seilerberg, was die Bedeutung des Standorts für den Arten- und Naturschutz unterstreicht. Die bewaldete Südflanke des Habichtswaldes mit dem ehemaligen Steinbruch bietet Lebensräume, die unter Naturschutz stehen.

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