Katholisches Stadtpfarramt St. Quirinus
Highlights
- Die Quirinuskirche in Fürstätt wurde 1875 neugotisch umgestaltet und 2025 nach einjährigen Bauarbeiten wiedereröffnet.
- 1936 wurde Fürstätt zur Kuratie erhoben; 1937 entstand die Rosenkranzkirche als neue Pfarrkirche.
- Seit 1929 betreut ein ausgelagerter Kaplan die Expositur östlich der Breitenstein-Wendelsteinstraße.
Tipps
- Die Quirinuskirche zeigt architektonische Spuren aus mehreren Epochen, darunter barocke und neugotische Elemente, die im Laufe des 19. Jahrhunderts hinzugefügt wurden.
- Ein Bittgang nach Birkenstein findet traditionell am ersten Oktoberwochenende statt und verbindet die Gemeinde mit einer historischen Wallfahrtspraxis.
- Die Caritas organisiert zweimal jährlich im Frühjahr und Herbst Spendensammlungen, die an Haustüren und öffentlichen Plätzen stattfinden.
Eigenschaften
Katholisches Pfarramt St. Quirinus Rosenheim-Fürstätt: Sakrale Kultur erleben
Das Katholische Stadtpfarramt St. Quirinus in Rosenheim-Fürstätt ist ein historisch bedeutsames Sakralgebäude, das tief in der Ortsgeschichte verwurzelt ist. Die Kirche entstand im 18. Jahrhundert und wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet – zunächst barockisiert und später im neugotischen Stil erweitert. Besonders prägend war die Umgestaltung im Jahr 1875, die dem Bau sein heutiges Erscheinungsbild verlieh. Die Kirche diente lange als Mittelpunkt des religiösen Lebens in Fürstätt und war eng mit den traditionellen Bräuchen der Region verbunden, etwa durch den Bittgang nach Birkenstein, der bis heute als kulturelles Erbe gepflegt wird.
Im frühen 20. Jahrhundert erlebte die Pfarrei bedeutende strukturelle Veränderungen. 1929 wurde der östliche Teil der Gemeinde entlang der Breitenstein-Wendelsteinstraße als eigenständige Expositur ausgegliedert und später zur Pfarrei Christkönig erhoben. Diese Trennung markierte den Beginn einer neuen Phase, in der Fürstätt 1936 zur Kuratie erhoben wurde. Kurz darauf, 1937, entstand mit der Rosenkranzkirche ein neues Gotteshaus in der Nachbarschaft, das die spirituelle Versorgung der Bevölkerung weiter sicherte. Trotz dieser Entwicklungen blieb St. Quirinus ein zentraler Ort der Verehrung und des Gemeinschaftslebens.
Das Pfarramt St. Quirinus ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein aktiver Teil des sozialen Engagements in der Region. Die Caritassammlungen, die zweimal jährlich – im Frühjahr und Herbst – stattfinden, zeigen die Verbindung von Glauben und Nächstenliebe. Durch Spendenaktionen an Haustüren und auf den Straßen unterstützt die Gemeinde lokale Hilfsprojekte und fördert die Solidarität unter den Bürgern. Diese Tradition unterstreicht den lebendigen Charakter der Pfarrei als Ort der Begegnung und des gemeinsamen Handelns.
Mit einer Wiedereröffnung nach einjährigen Bauarbeiten im Oktober 2025 hat die Kirche zudem ihre Bedeutung als architektonisches und kulturelles Juwel der Region bestätigt. Die Kombination aus historischer Substanz und moderner Pflege macht St. Quirinus zu einem besonderen Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte, Kunstliebhaber und alle, die die spirituelle Tiefe des Ortes erleben möchten. Die Kirche lädt ein, die Vielfalt ihrer Epochen zu entdecken – von der barocken Pracht bis zur neugotischen Eleganz – und gleichzeitig die lebendige Gemeindearbeit kennenzulernen.
Für Besucher bietet das Pfarramt St. Quirinus nicht nur die Möglichkeit, die innere Ausstattung und die künstlerischen Details der Kirche zu bewundern, sondern auch Einblicke in die Traditionen einer jahrhundertelangen Glaubenspraxis. Ob als Teil einer Wallfahrt, bei einer Caritas-Sammlung oder als stiller Ort der Besinnung – die Kirche bleibt ein prägender Ort in Rosenheim-Fürstätt und ein Zeugnis des christlichen Lebens in der Region.