Katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Highlights
- Die Katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Scheinfeld wurde 1766–1772 nach Plänen von Balthasar Neumann erbaut.
- Sie ist der Himmelfahrt Mariens geweiht und gehört seit 1457 zum Patronat der Herren von Schwarzenberg.
- Das Innere wurde 2010 renoviert, der Hochaltar zeigt Maria im Strahlenkranz beim Himmelflug.
Eigenschaften
Über Katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Die Katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Scheinfeld ist ein bedeutendes sakrals Kulturdenkmal im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Die heutige Kirche wurde zwischen den Jahren 1766 und 1772 nach Entwürfen des berühmten Barockarchitekten Balthasar Neumann errichtet und löste dabei eine alte Kirche aus dem 15. Jahrhundert am selben Standort ab. Diese frühere Kirche war bereits der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht und verfügte über einen nach Süden ausgerichteten Turm. Einige Elemente wie die Marienglocke aus dem Jahr 1463 sowie spätgotische Figuren und ein Holzkruzifix aus dem 16. Jahrhundert sind aus dieser Zeit erhalten geblieben.
Die Kirche wechselte im Laufe der Geschichte mehrfach ihre Konfession. Zwischen etwa 1524 und 1627 diente sie als protestantische Gotteshalle, ehe durch die Gegenreformation seitens der katholischen Linie des Hauses Schwarzenberg die katholische Nutzung wiederhergestellt wurde. Im Jahr 1668 kamen zur Betreuung der Pfarrei die Franziskaner aus Dettelbach, die später ein eigenes Kloster am Schloss Schwarzenberg errichteten. Der Neubau der Kirche im 18. Jahrhundert erfolgte unter maßgeblicher Beteiligung von J. Ph. Geigel und der Werkstatt von Franz Mutschele. Geweiht wurde sie schließlich im Jahr 1794 zu Ehren Mariä Himmelfahrt. Der markante Ostturm ragt etwa 44 Meter hoch auf und trägt im unteren Bereich das Portal mit dem Wappen der Herren von Schwarzenberg.
Der Innenraum der Kirche ist etwa 28 Meter lang und 12 Meter breit, von lichtdurchfluteten Fenstern erhellt. Das architektonische Schmuckstück bildet der Hochaltar im Chorraum, auf dem Maria in den Himmel aufgenommen wird, umgeben vom Strahlenkranz und empfangen von der Dreifaltigkeit. Im Laufe des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurden mehrere Umbauten und Restaurierungen durchgeführt. So erhielt die Kirche 1893 farbige Fenster mit Darstellungen der Apostel, und die Wände sowie die Decke wurden farbig gestaltet – eine Maßnahme, die später im Zuge von Denkmalschutzauflagen um 1928 wieder rückgängig gemacht wurde. Auch das linke Seitenportal wurde innen vermauert.
Zwischen 2001 und 2010 erfolgten umfassende Sanierungsarbeiten, zunächst am Äußeren und später am Inneren der Kirche. Diese Maßnahmen halfen dabei, den baulichen Zustand zu erhalten und die ursprüngliche Ausstrahlung des Raumes wiederherzustellen. Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt steht heute als Zeugnis kirchlicher und regionaler Geschichte im Herzen von Scheinfeld und lädt sowohl Gläubige als auch Interessierte zu Besuch und Besinnung ein. Mit einem durchschnittlichen Bewertungsnote von 4,6 von 5 auf Google wird die Kirche von Besuchern als schöne und lohnenswerte Kulturstätte wahrgenommen, auch wenn vereinzelt Kritik an der pastoralen Betreuung geäußert wird.