Kunstmuseum

Achilles-Stiftung Glasmuseum Hamburg

Fuhlsbüttler Str. 415A, 22307 Hamburg-Nord

Highlights

  • Die Achilles-Stiftung zeigt über 400 moderne Glasarbeiten von 150 internationalen Künstler:innen und Manufakturen – von Hüttenglas bis Formschmelz.
  • Seit 2010 wuchs die Sammlung von 80 auf fast 300 Exponate, darunter Werke bedeutender Künstler:innen und Newcomer aus Europa, Nordamerika, Australien und Japan.
  • Barbara Achilles-Stiftung sichert seit 2010 die Präsenz der einzigartigen modernen Glassammlung mit Fokus auf experimentelle Einzelstücke und limitierte Serien.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
  • Rollstuhlgerechte Sitzgelegenheiten und ein rollstuhlgerechtes WC stehen für einen komfortablen Aufenthalt zur Verfügung.
  • Die aktuelle Sonderausstellung beleuchtet die internationale Anerkennung des Künstlerpaars durch die Weltausstellung 1958 in Brüssel.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunst & Glas im Museum Hamburg-Nord: Achilles-Stiftung

Das Achilles-Stiftung Glasmuseum Hamburg in Hamburg-Nord ist ein einzigartiges kulturelles Juwel, das sich der faszinierenden Welt des modernen Glases widmet. Gegründet als private Sammlung, entwickelte sich die Stiftung unter der Leitung von Edith Achilles zu einer der bedeutendsten Glasbestände weltweit. Ihr besonderes Interesse galt von Anfang an den innovativen Entwicklungen der zeitgenössischen Glasgestaltung – von handgeblasenen Hüttengläsern bis hin zu experimentellen Formschmelzarbeiten. Heute umfasst die Sammlung fast 300 herausragende Werke von rund 140 Künstlern und Manufakturen aus Europa, Nordamerika, Australien und Japan, darunter auch internationale Newcomer und etablierte Persönlichkeiten der Szene.

Der Kern der Sammlung liegt in der Verbindung von traditioneller Handwerkskunst und avantgardistischer Moderne. Besonders prägend waren die frühen Erwerbungen wie die Glaskuben und Vasen von Oiva Toikka und Sven Palmquist, die bereits in den 1960er Jahren auf die experimentelle Richtung der Glasgestaltung hinwiesen. Später erweiterten Spontankäufe – etwa Werke des polnisch-französischen Künstlers Cesław Zuber – den Fokus auf limitierte Einzelstücke und Kleinserien. Nach der Gründung der „Barbara Achilles-Stiftung“ durch Edith Achilles’ Tochter Barbara wurde die Sammlung systematisch ausgebaut und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem wächst sie kontinuierlich um bedeutende Positionen der internationalen Glaskunst.

Das Museum besticht durch seine barrierefreie Gestaltung, die Besuchern mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen den Zugang zu den Ausstellungen ermöglicht. Neben rollstuhlgerechten Sitzgelegenheiten und einem barrierefreien WC bietet die Ausstellung eine ansprechende Übersicht über die Vielfalt des modernen Glases. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Formschmelztechniken der Gegenwart, die sich von den klassischen Hüttenglas-Traditionen abheben. Begleitend dazu erschien das Buch *„Das Buch zur Sammlung Glas“* des Kulturhistorikers Uwe Claassen, das die Entwicklung der Sammlung wissenschaftlich fundiert dokumentiert und als „kurze Geschichte des modernen Glases“ fungiert.

Das Achilles-Stiftung Glasmuseum Hamburg ist damit nicht nur ein Ort der Kunst, sondern auch ein lebendiges Archiv der Glasgestaltung. Es zeigt, wie Handwerk und Innovation Hand in Hand gehen und wie Glas als Material eine Brücke zwischen Tradition und Zukunft schlägt. Die Stiftung unterstreicht damit ihren Anspruch, die Bedeutung des Glases als künstlerisches Medium weltweit sichtbar zu machen – und das inmitten des lebendigen Kulturlebens Hamburg-Nords.

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