Jura-Museum
Highlights
- Das Jura-Museum Eichstätt beherbergt das besterhaltene Archaeopteryx-Exemplar und Deutschlands einzigen Juravenator-Raubsaurier.
- Weltweit größte Fossiliensammlung der Solnhofener Plattenkalke mit über 8.000 Objekten, darunter perfekt erhaltene Urzeitfische.
- Forschungsmuseum mit multimedialem Guide, Führungen und aktiver Grabung in Schamhaupten/Ettling für moderne Paläontologie.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Dauerausstellung und Sonderpräsentationen.
- Ein multimedialer Museumsführer auf Smartphones bietet zusätzliche Informationen zu den wichtigsten Exponaten wie dem Archaeopteryx oder Fossilien aus Solnhofener Plattenkalk.
- Von der Burg Willibaldsburg aus eröffnet sich ein Panoramablick über das Altmühltal, der den Besuch mit einem Aussichtspunkt verbindet.
Eigenschaften
Jura-Museum Eichstätt: Naturgeschichte erleben
Das Jura-Museum Eichstätt ist eines der bedeutendsten Naturkundemuseen Deutschlands und ein weltweites Zentrum für paläontologische Forschung. Hoch über dem malerischen Altmühltal gelegen, bietet es nicht nur faszinierende Einblicke in die urzeitliche Welt, sondern auch einen atemberaubenden Blick über die Region. Als Teil der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns und seit 2015 im Naturkundennetz Bayerns vernetzt, verbindet das Museum wissenschaftliche Exzellenz mit ansprechender Vermittlung.
Besucher erwartet eine einzigartige Dauerausstellung, die die Vielfalt der Fossilien aus den berühmten Solnhofener Plattenkalken präsentiert – einer der bedeutendsten Fossillagerstätten der Welt. Hier finden sich herausragende Exponate wie das Eichstätter Archaeopteryx-Exemplar, eines der besterhaltenen Fossilien des „Urvogels“, sowie der Juravenator, der besterhaltene Raubsaurier Deutschlands. Die Sammlung umfasst zudem die weltweit größte Sammlung von Fossilien dieser Formation, darunter prähistorische Fische, Insekten, Krebse und Flugsaurier, die die urzeitliche Fauna des Altmühltals lebendig werden lassen.
Das Museum ist nicht nur ein Ort der Bewunderung, sondern auch ein lebendiger Forschungsstandort. Wissenschaftler aus aller Welt nutzen die Sammlung für ihre Arbeiten, während das Haus selbst aktiv an Grabungen in der Region beteiligt ist – etwa in Schamhaupten und Ettling. Die Leuchtenberg-Sammlung mit historischen Vogelpräparaten und die Schmetterlingssammlungen von Freyer und Schwertschlager ergänzen das Angebot und zeigen die historische Bedeutung der naturkundlichen Tradition Eichstätts. Seit 2019 wird das Museum von der Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt getragen, während die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns die wissenschaftliche Betreuung übernehmen.
Für Besucher bietet das Jura-Museum ein vielfältiges Erlebnis: Eine induktive Höranlage und ein multimedialer Museumsführer für Smartphones ergänzen die Ausstellungen, während barrierefreie Zugänge und ein rollstuhlgerechter Parkplatz die Nutzung für alle ermöglichen. Regelmäßige Sonderausstellungen, Führungen und Workshops laden zum aktiven Entdecken ein. Zudem unterstützt das Museum ehrenamtliche Helfer in Bereichen wie Grabungsarbeit, Aquaristik und Sammlungspflege – ein Zeichen für die lebendige Verbindung von Wissenschaft, Bildung und Gemeinschaft.
Die Geschichte der Sammlung reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als der Jesuit Ignatz Pickl seine Mineralien- und Fossiliensammlung dem Bischöflichen Seminar Eichstätt übergab. Ursprünglich als Lehrsammlung für Theologiestudenten gedacht, entwickelte sie sich zu einem internationalen Forschungszentrum. Heute ist das Jura-Museum nicht nur ein Muss für Urlauber und Naturliebhaber, sondern auch ein Ort, an dem die faszinierende Welt der Jurazeit neu entdeckt werden kann – direkt am Fuße der Willibaldsburg, die mit ihrem Turmpanorama die Region in ihrer ganzen Schönheit zeigt.