Kirche/Kloster

Kapelle Am Hochgericht - Henkerskapelle

Henkerskapelle Zu Erreichen Über am Neuen Weg Geradeaus Nach Oben, 85072 Eichstätt

Highlights

  • Die Henkerskapelle in Eichstätt wurde 1788 als Gedenkstätte für hingerichtete Personen errichtet.
  • Sie steht nahe der ehemaligen Hinrichtungsstätte, etwa 200 Meter südlich des heutigen Standorts.
  • Die Kreuzigungsgruppe stammt vermutlich vom Eichstätter Bildhauer Ignaz Alexander Breitenauer.

Tipps

  • Die Henkerskapelle wurde 1788 erbaut und dient heute als Gedenkstätte für hingerichtete Personen.
  • Ein letztes Gebet fand hier statt, bevor die Verurteilten zur südlich gelegenen Hinrichtungsstätte geführt wurden.
  • Die Kreuzigungsgruppe stammt vermutlich vom Eichstätter Bildhauer Ignaz Alexander Breitenauer.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kapelle Am Hochgericht - Henkerskapelle

Die Kapelle am Hochgericht, auch Henkerskapelle genannt, befindet sich in der Stadt Eichstätt im Landkreis Eichstätt in Bayern. Sie wurde im Jahr 1788 errichtet und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur ehemaligen Hinrichtungsstätte, die etwa 200 Meter südlich lag. Die Kapelle diente als letzter Ort des Gebets für Verurteilte, bevor diese zur Vollstreckung ihres Todesurteils geführt wurden. Sie steht damit als Zeugnis einer grausamen Justizgeschichte und erinnert an die zahlreichen Hinrichtungen, die hier über Jahrhunderte hinweg stattfanden.

Die Hinrichtungen erfolgten auf dem sogenannten Galgenberg, und es gibt Überlieferungen darüber, dass allein innerhalb eines Zeitraums von rund 25 Jahren hunderte von Todesurteile durch verschiedene Methoden wie Hängen, Köpfen, Verbrennen oder das sogenannte Verschmachtenlassen vollstreckt wurden. Die Henkerskapelle selbst ist ein kleiner, denkmalgeschützter Sakralbau, der bis heute erhalten geblieben ist. An einer Tafel links neben dem Gebäude werden Besucher über die historische Funktion und die schrecklichen Ereignisse informiert.

Die Kreuzigungsgruppe im Inneren der Kapelle gilt als Werk des lokalen Bildhauers Ignaz Alexander Breitenauer, der im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert in Eichstätt wirkte. Die Kapelle steht auf einem historischen Weg, der einst von den Delinquenten beschritten wurde, und kann über den Pfad „Am Neuen Weg“ erreicht werden. Etwa 200 Meter westlich der Kapelle befindet sich zudem eine Stehle, die den Opfern der Hexenverfolgung gewidmet ist, während das eigentliche Mahnmal zur Hexenverfolgung rund 800 Meter weiter östlich liegt.

Die Henkerskapelle ist heute ein geschätzter kultureller und historischer Anlaufpunkt in Eichstätt. Mit einer Bewertung von 4,60 von 5 Sternen bei insgesamt 14 abgegebenen Bewertungen wird sie als sehenswertes Objekt wahrgenommen. Besucher berichten von der besonderen Atmosphäre des Ortes und seiner tiefen historischen Bedeutung. Die Kapelle ist Teil der reichhaltigen Stadtgeschichte Eichstäts, die unter anderem durch ihre Bischofsstadt-Vergangenheit und barocke Architektur geprägt ist.

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