Bismarckturm Lichtenfels
Highlights
- Der Bismarckturm in Lichtenfels wurde 1904 eingeweiht und ist 20,50 Meter hoch.
- Er steht auf einem 170 m² großen Waldgrundstück auf dem Mausrotberg.
- Der Turm wurde aus Spenden und Anteilsscheinen finanziert und kostete 8.300 Mark.
Tipps
- Der Bismarckturm ist ein historischer Steinbau aus dem Jahr 1903 und liegt mitten im Wald auf dem Mausrotberg.
- Bis 2012 war der Turm begehbar, heute ist er aus Sicherheitsgründen geschlossen, aber von außen sehenswert.
- In der Nähe des Turms beginnen beliebte Wander- und Biketrails, etwa der Köstner Gründla mit Aussicht ins Maintal.
Eigenschaften
Über Bismarckturm Lichtenfels
Der Bismarckturm in Lichtenfels im gleichnamigen bayerischen Kreis ist ein rund 20,50 Meter hoher Aussichtsturm, der ursprünglich als „Hohe Warte“ oder „Herbergturm“ errichtet wurde. Der Turm thront auf dem Mausrotberg, einem Geländepunkt im Stadtgebiet, der damals als der schönste Aussichtspunkt der Region galt. Errichtet wurde das Bauwerk auf einem Waldgrundstück, das 1902 von der Familie Silbermann der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Die Grundsteinlegung erfolgte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, die Einweihung des Turms fand einige Jahre später statt.
Die Initiative zum Bau ging vom örtlichen Verschönerungsverein aus, der bereits 1866 gegründet worden war. Nach früheren Planungen in den 1890er Jahren, die mangels finanzieller Mittel gescheitert waren, gelang es dem Verein durch Spendenaktionen und öffentliche Unterstützung, die nötigen Mittel zusammenzutragen. Die Gesamtkosten beliefen sich letztendlich auf 8.300 Mark. Der Entwurf stammte vom Bezirkstechniker Joh. Gräbner, der auch die statischen Berechnungen übernahm. Als Baumaterial wurde Sandstein verwendet, der in einem nahegelegenen Steinbruch der Gebrüder Diroll gewonnen wurde. Aufgrund schlechter Untergrundbedingungen mussten die Fundamente tiefer als geplant ausgehoben werden, was die Baukosten zusätzlich erhöhte.
Der Turm verfügt über einen quadratischen Grundriss und zeigt architektonische Elemente der Zeit um die Jahrhundertwende. Ursprünglich diente er nicht nur als Aussichtspunkt, sondern sollte auch als Denkmal für die deutsche Einheit und die Siege der Jahre um 1870/71 fungieren. Im Jahr 1933 erfolgte die Umbenennung in „Bismarckturm“. Bis 2012 war der Turm als öffentlicher Aussichtspunkt nutzbar, danach wurde der Zugang aus Sicherheitsgründen geschlossen. Heute steht der Bismarckturm mitten im Wald und wirkt etwas versteckt, da er von Bäumen umgeben ist. Dennoch zählt er zu den markanten kulturhistorischen Zeugnissen der Stadt.
Das Gelände um den Turm bot früher auch Sitzgelegenheiten, die mittlerweile entfernt wurden. Trotz der Schließung bleibt der Turm ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und Radtouren, insbesondere im Zusammenhang mit den umliegenden Wegen durch den Köstner Gründla, von denen aus sich ein schöner Blick ins Maintal öffnet. Wanderer und Mountainbiker nutzen die Region um den Mausrotberg gerne für Ausflüge in die Natur. Der Bismarckturm steht somit weiterhin als stilles Zeugnis der lokalen Geschichte und des bürgerschaftlichen Engagements seiner Zeit.