Denkmal/Gedenkstätte

Burgstall Großes Haus

Wiesentfels 40, 96142 Hollfeld

Highlights

  • Der Burgstall Großes Haus ist eine abgegangene mittelalterliche Höhenburg auf dem Rauhberg bei Hollfeld.
  • Die Burg liegt etwa 130 Höhenmeter über dem Tal des Erbaches und wird durch einen Ringwall und Mauerreste zweier Gebäude gekennzeichnet.
  • Archäologische Funde umfassen Treppenstufen, Ziegelbruchstücke und einen möglichen Brunnendeckel.

Tipps

  • Der Burgstall Großes Haus liegt etwa 450 Meter südwestlich von Fernreuth auf dem Rauhberg und ist über einen steilen Aufstieg erreichbar.
  • Erhaltene Reste umfassen einen Ringwall, Mauerreste zweier Gebäude sowie alte Treppenstufen, die auf das Felsplateau führen.
  • Da es sich um ein geschütztes Bodendenkmal handelt, sollte der Besuch respektvoll und ohne Beeinträchtigung der Anlage erfolgen.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Burgstall Großes Haus

Der Burgstall Großes Haus befindet sich im oberfränkischen Hollfeld im Landkreis Bayreuth und zählt zu den abgegangenen mittelalterlichen Höhenburgen der Region. Er liegt auf dem Rauhberg, etwa 450 Meter südwestlich des Ortsteils Fernreuth, und thront majestätisch rund 130 Höhenmeter über dem Tal des Erbaches. Die heute bewaldete Anlage erstreckt sich auf einem Felskopf in etwa 535 Metern Höhe und bietet durch ihre markante Lage einen eindrucksvollen Ausblick in die umliegenden Täler.

Von der ursprünglichen Burganlage haben sich heute nur noch spärliche Reste erhalten. Auffällig sind ein Ringwall, der sich noch teilweise um den Felsen zieht, sowie Mauerreste zweier Gebäude im Südteil des Felsens. Im Westen lassen sich Spuren eines möglicherweise runden Bauwerks, vermutlich eines Turms, ausmachen, während im Osten eine quadratische Mulde die Fundamente eines weiteren Gebäudes erkennen lässt. Zu diesem führen mehrere aus dem Fels gehauene Treppenstufen, die durch einen engen Spalt auf das Felsplateau gelangen. In der Nähe wurde zudem ein möglicher Brunnendeckel gefunden.

Die Burgstelle ist durch einen partiellen Ringgraben gesichert, der im Norden aussetzt und im Südwesten eingeebnet wurde. Östlich des Hauptfelsens schließt sich ein kleinerer Felsturm an, der ebenfalls in das Verteidigungssystem integriert war. An seinem Fuß befindet sich eine kleine Höhle, die vermutlich als Keller genutzt wurde und auch mittelalterliche sowie vorgeschichtliche Funde beherbergt. Die gesamte Anlage wird heute als Bodendenkmal unter dem Namen „Mittelalterlicher Burgstall“ geschützt.

Obwohl keine schriftlichen oder archäologischen Funde zur genauen Datierung oder Nutzung vorliegen, wird der Burgstall grob dem Mittelalter zugeordnet. Die archäologischen Spuren deuten auf eine befestigte Anlage mit mehreren Bauwerken hin, deren Bewohner den steil abfallenden Felsen als natürliche Verteidigung nutzten. Die abgelegene, aber landschaftlich reizvolle Lage macht den Burgstall zu einem markanten Zeugnis mittelalterlicher Besiedlung in der Region.

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