Denkmal/Gedenkstätte

Mausoleum

Friedhofweg 7, 91583 Schillingsfürst

Highlights

  • Das Schloss Schillingsfürst liegt landschaftsbeherrschend auf einem westlich ausgerichteten Bergsporn.
  • Es wurde mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, zuletzt nach Plänen des Baumeisters Joseph Greissing.
  • Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst wirkte als Reichskanzler und bayerischer Ministerpräsident.

Tipps

  • Das Gelände ist teilweise uneben, geeignetes Schuhwerk wird empfohlen.
  • Führungen nur nach Voranmeldung möglich.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Historisches Mausoleum in Schillingsfürst entdecken

Das Mausoleum im Ortsteil Schillingsfürst bei Ansbach zählt zu den bedeutenden historischen Bauwerken der Region Mittelfranken in Bayern. Es ist eng mit dem Schloss Schillingsfürst und der Familie Hohenlohe-Schillingsfürst verbunden, die hier über Jahrhunderte hinweg Residenz und Grabstätte unterhalten haben. Die Anlage liegt landschaftlich erhoben und eindrucksvoll auf einem nach Westen gerichteten Bergsporn, der durch Halsgräben vom übrigen Gelände abgetrennt ist. Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde „Xillingesfirst“ im Mittelalter. Die Herren von Schillingsfürst tauchten erstmals in historischen Dokumenten des Mittelalters auf. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach, bis Schillingsfürst schließlich in den Besitz der Familie Hohenlohe gelangte. Mehrere Zerstörungen prägten die Burggeschichte, darunter eine durch Ludwig den Bayern sowie weitere Zerstörungen während des Bauernkriegs und im Dreißigjährigen Krieg. Nach dem letzten Wiederaufbau im 17. Jahrhundert entstand an der Stelle der ehemaligen Vorburg ein dreiflügeliges Schloss mit Kapelle. Das heutige Schlossensemble, zu dem auch das Mausoleum gehört, wurde maßgeblich im 18. Jahrhundert unter dem Einfluss des Darmstädter Architekten Louis Remy de la Fosse gestaltet. Dabei diente als Vorbild das barocke Palais Alberoni in Madrid. Große Teile der Anlage sind in die Bayerische Denkmalliste eingetragen und zeugen von der architektonischen und kulturhistorischen Bedeutung des Ortes. Das Mausoleum selbst steht symbolisch für die Kontinuität und Tradition der Fürstenfamilie Hohenlohe, die über Jahrhunderte hinweg eine Rolle in der Region spielte. Besonders hervorzuheben ist Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst, der im 19. Jahrhundert bayerischer Ministerpräsident und später Reichskanzler des Deutschen Reiches war. Unter seiner und früherer Fürsten Einflussnahme entwickelte sich Schillingsfürst zu einem Zentrum adeliger Kultur und politischer Wirksamkeit. Seit 2005 befindet sich das gesamte Anwesen, inklusive des Schlosses und der zugehörigen Ländereien, im Besitz von Constantin Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Das Mausoleum verkörpert somit nicht nur eine architektonische Besonderheit, sondern auch einen geschichtsträchtigen Ort, der die Erinnerung an eine einflussreiche deutsche Adelsfamilie bewahrt. Als Teil des Schlossensembles inmitten einer reizvollen Mittelfrankenlandschaft lädt es dazu ein, die Vergangenheit hautnah zu erleben und die Spuren einer bedeutenden Ära der deutschen Geschichte zu erkunden.

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Häufige Fragen zu Mausoleum

Was ist das Schloss Schillingsfürst?
Das Schloss Schillingsfürst ist ein historisches Schloss in Mittelfranken, Bayern, und war Sitz des adligen Familienzweigs Hohenlohe-Schillingsfürst. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde das Schloss Schillingsfürst zerstört und wieder aufgebaut?
Die Burg wurde mehrfach zerstört, zuletzt 1632 im Dreißigjährigen Krieg. Ab 1640 nutzte die Familie die notdürftig rekonstruierten Räume, der Neubau des Schlosses erfolgte von 1660 bis 1664. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wer baute das Schloss Schillingsfürst und nach welchem Vorbild?
Der Bau des Schlosses erfolgte ab 1696 unter Joseph Greissing und später unter Louis Remy de la Fosse. Vorbild war das barocke Palais Alberoni in Madrid. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia