Denkmal/Gedenkstätte

Ritterstein 215 "Grosse Hasselskehl"

66994 Dahn

Highlights

  • Ritterstein 215 "Grosse Hasselskehl" liegt in Dahn im Dahner Felsenland.
  • Die Burgruine ist Teil der größten Felsenburgen der Pfalz.
  • Sie wurde im 12. oder 13. Jahrhundert erbaut.

Tipps

  • Parkplatz vorhanden, Anstieg dauert etwa 10 Minuten zu Fuß.
  • Mehrere miteinander verbundene Burgruinen mit beeindruckenden Aussichten und Felsengängen.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ritterstein 215 "Grosse Hasselskehl"

Der Ritterstein 215 „Grosse Hasselskehl“ in Dahn ist ein markanter Bestandteil der beeindruckenden Burgenlandschaft im Südwesten der Pfalz. Diese im Felsen gebaute Burganlage zählt zu den größten und eindrucksvollsten Felsenburgen der Region und verkörpert das typische Bild mittelalterlicher Wehrbauten im südlichen Pfälzerwald. Die Grosse Hasselskehl bildet zusammen mit den Burgen Alt-Dahn, Grafendahn und Tanstein eine geschlossene Burgengruppe, die auf engstem Raum errichtet wurde und ein eindrucksvolles Zeugnis ihres turbulenten Bau- und Nutzungshorizonts darstellt.

Die Burg wurde im Hochmittelalter auf einer Sandsteinklippe errichtet, die aus mehreren Felszacken besteht. Die Grosse Hasselskehl selbst liegt dabei in unmittelbarer Nachbarschaft zu den anderen Burganlagen und ist über Felsgänge sowie steile Treppen mit diesen verbunden. Typisch für diese Art von Felsenburgen ist die enge Verzahnung mit dem natürlichen Untergrund: Gänge, Kammern und Treppen wurden direkt in den Felsen gehauen und bildeten ein komplexes Wehrsystem. Noch heute lassen sich diese kunstvoll in den Stein integrierten Bauwerke besichtigen, darunter auch Zisternen, Brunnen und ehemalige Wohn- und Verteidigungsräume.

Die Geschichte der Burg ist eng verknüpft mit den Rittern von Dahn, die zunächst als Reichsministeriale direkt dem König dienten und später Lehensmänner des Bischofs von Speyer wurden. Mehrere Familien bewohnten zeitweise den Burgberg, wie aus einem im Jahr 1288 geschlossenen Burgfrieden hervorgeht. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burganlage immer wieder Ziel von Fehden, Belagerungen und Zerstörungen. Während Tanstein und Alt-Dahn im Spätmittelalter zunehmend verfielen, blieb Grafendahn bis ins frühe Neuzeit länger bewohnt – zuletzt von den Freiherren von Waldenburg.

Seit dem 20. Jahrhundert wurden die Burgruinen schrittweise restauriert und gesichert, um den Besucherinnen und Besuchern den Zugang zu ermöglichen und das kulturelle Erbe zu bewahren. Heute bieten die beeindruckenden Tor- und Geschütztürme, die erhaltenen Mauerzüge sowie die tief in den Felsen geschnittenen Gänge einen eindrucksvollen Einblick in das Leben und die Verteidigungsstrategien der Burgherren. Von den höchsten Punkte der Anlage erstreckt sich ein atemberaubender Blick über die umliegende Burgenlandschaft bis hin zu den Vogesen im Ferne.

Der Ritterstein 215 „Grosse Hasselskehl“ ist somit nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein lebendiges Zeugnis der mittelalterlichen Geschichte der Region. Die Burg ist besonders wegen ihrer landschaftlichen Lage und der direkten Verbindung zu weiteren Burgen wie Alt-Dahn und Tanstein ein lohnendes Ausflugsziel für Kultur- und Geschichtsinteressierte. Der nahegelegene Dahner Rundwanderweg ermöglicht zudem eine noch tiefere Auseinandersetzung mit der einzigartigen Felsenlandschaft der Region.

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