Museum

Dokumentationszentrum Luftkrieg e.V.

Vogelsang 42, 53937 Schleiden

Highlights

  • Das Dokumentationszentrum Luftkrieg e.V. in Schleiden dokumentiert archäologische Überreste und historische Einzelschicksale des Luftkriegs in der Region.
  • Der Verein kooperiert mit Bodendenkmalbehörden, Archiven und wissenschaftlichen Einrichtungen für Grabungen wie die Bergung einer P-38 ‚Lightning‘-Absturzstelle.
  • Geplante Dauerausstellung (Eröffnung Sommer 2026) zeigt regionale Luftkriegsspuren und kritisiert die Erinnerungskultur seit 1945 – inklusiv und wissenschaftlich fundiert.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellung.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz direkt am Gebäude erleichtert die Anreise für alle Gäste mit eingeschränkter Mobilität.
  • Die Ausstellung präsentiert originale archäologische Funde aus dem Luftkrieg, die in der Region entdeckt wurden und historische Ereignisse veranschaulichen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Luftkriegmuseum Schleiden – Kulturausflug

Das Dokumentationszentrum Luftkrieg e.V. in Schleiden widmet sich als einzigartige Einrichtung der Aufarbeitung des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg – mit besonderem Fokus auf die regionalen Auswirkungen in der Eifel. Als ehrenamtlich getragener Verein verbindet es wissenschaftliche Forschung mit historisch-politischer Bildung und setzt sich für eine würdige Erinnerung an die Opfer sowie die archäologische Dokumentation von Kriegsrelikten ein. Durch enge Kooperationen mit Bodendenkmalbehörden, Archiven und internationalen Institutionen wie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge werden Fundstücke wie Flugzeugwracks oder Bombenresten systematisch erforscht, identifiziert und – falls möglich – fachgerecht beigesetzt.

Ein zentrales Projekt des Vereins ist die geplante Dauerausstellung im Malakoff-Gebäude des ehemaligen IP Vogelsang, die ab Sommer 2026 die Öffentlichkeit erreichen soll. Die Ausstellung greift auf archäologische Funde aus der Region zurück, darunter Wrackteile wie die eines P-38 „Lightning“, dessen Absturzstelle 2009 gemeinsam mit dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland untersucht wurde. Durch diese Funde und historische Dokumente wird der Luftkrieg nicht nur als militärisches Ereignis, sondern als prägendes Erlebnis für die lokale Bevölkerung sichtbar gemacht. Besonders wird dabei die regionale Erinnerungskultur nach 1945 kritisch reflektiert, um ein differenziertes Verständnis zu fördern.

Die Konzeption der Ausstellung erfolgt unter fachlicher Leitung des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte und in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern wie dem Museum Zitadelle Jülich oder dem Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow. Ziel ist ein inklusiver Ort, der ein breites Publikum anspricht und durch interaktive Vermittlung historische Zusammenhänge erfahrbar macht. Nach der Eröffnung steht eine mehrjährige Evaluierungsphase an, um die Wirkung der Ausstellung zu analysieren und das Bildungsangebot kontinuierlich weiterzuentwickeln. Damit leistet der Verein einen wichtigen Beitrag zur lokalen Geschichtskultur und zur Aufklärung über die Folgen des Luftkriegs in der Eifelregion.

Der Verein engagiert sich darüber hinaus für die Bergung und Identifizierung von Gefallenen, indem er mit zuständigen Behörden und Archiven weltweit zusammenarbeitet. Durch diese Arbeit wird nicht nur die historische Aufarbeitung vorangetrieben, sondern auch ein Bewusstsein für die humanitären Aspekte des Krieges geschaffen. Das Dokumentationszentrum Luftkrieg e.V. steht damit für eine Verbindung von Wissenschaft, Erinnerung und gesellschaftlichem Dialog – mit dem Ziel, die Spuren des Luftkriegs nachhaltig zu bewahren und zu vermitteln.

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