Schlosskirche - St. Philippus und St. Jakobus
Highlights
- Die gotische Chorarchitektur aus dem 14. Jahrhundert und die barocke König-Orgel von 1770 sind Hauptsehenswürdigkeiten der Kirche.
- Auf dem Dachboden der Kirche befindet sich ein Fledermausquartier der Art Großes Mausohr, seit 2004 unter Naturschutz.
Tipps
- Besucher können Bleiglasfenster aus dem 16. Jahrhundert mit christlichen Motiven und historischen Bildnissen bewundern.
- In der Kirche finden regelmäßig Orgelkonzerte statt, die musikalisch untermalt werden.
Eigenschaften
Kultureller Ausflug zur Schlosskirche St. Philippus und St. Jakobus in Schleiden
Die Schlosskirche St. Philippus und Jakobus in Schleiden zählt zu den bedeutendsten spätgotischen Hallenkirchen der Nordeifel. Sie wurde Anfang des 16. Jahrhunderts vom Kirchenbaumeister Johann Vianden im Auftrag des Adelsgeschlechts derer von Manderscheid errichtet und steht heute als katholische Pfarrkirche unter Denkmalschutz. Ihre malerische Lage direkt neben der Burg Schleiden verleiht dem Bauwerk eine besondere historische und landschaftliche Ausstrahlung. Bereits im 13. Jahrhundert gab es an dieser Stelle eine Kapelle, die später durch eine gotische Kirche ersetzt wurde, deren Chor bis heute erhalten geblieben ist.
Die dreischiffige Kirche besticht durch ihre architektonischen Details wie Netz- und Sterngewölbe, die typisch für die Spätgotik sind. Vor dem Chor befindet sich die Familiengruft der Auftraggeber von Manderscheid, verschlossen mit einer Steinplatte. Die Kirchenfenster an den Stirnseiten der Seitenschiffe zählen zu den bemerkenswerten Ausstattungsstücken und zeigen Bleiglasarbeiten aus der Zeit um 1533 mit Motiven wie die „Anbetung der Könige“ und die „Beweinung Christi“. Auch die Darstellungen der Stifterfamilie sowie des Abtes Wilhelm von Manderscheid-Kail vermitteln einen Eindruck vom damaligen Mäzenatentum.
Weitere Highlights der Kirchenausstattung sind das Standbild der „Madonna auf der Mondsichel“ aus dem frühen 16. Jahrhundert sowie ein Marmorsarkophag der Sibylla von Hohenzollern, der an die erste Ehefrau des Grafen Ernst von der Marck erinnert. Zwei Tafelbilder aus der Werkstatt des Kölner Malers Colijn de Coter – „Ecce Homo“ und „Letztes Abendmahl“ – könnten einst zu einem Altartriptychon gehört haben. Ein weiteres Epitaph aus dem Jahr 1590 ehrt Graf Dietrich IV. und rundet das künstlerische Erbe der Kirche ab. Besondere Aufmerksamkeit genießt auch die König-Orgel aus dem Jahr 1770, deren barockes Gehäuse und weitgehend original erhaltene Mechanik Orgelliebhaber begeistern.
Die Kirche beherbergt zudem ein kleines, aber bedeutendes Naturerbe: Im Dachboden wurde 2004 eine Wochenstube des Großen Mausohrs ausgewiesen, wodurch die Schlosskirche Teil eines FFH-Gebiets ist. Diese Verbindung von Kultur und Natur unterstreicht die Vielschichtigkeit dieses geschichtsträchtigen Ortes. Mit einem Durchschnittsnote von 4,40 von 5 Sternen bei Google beweist die Schlosskirche ihre besondere Bedeutung als kulturelles und sakrals historisches Highlight in Schleiden, Nordrhein-Westfalen.
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Häufige Fragen zu Schlosskirche - St. Philippus und St. Jakobus
Wann wurde die Schlosskirche Schleiden erbaut?
Quelle: wikipedia
Welche besonderen Bauwerke oder Kunstwerke befinden sich in der Schlosskirche?
Quelle: wikipedia
Gibt es eine historische Orgel in der Schlosskirche?
Quelle: wikipedia
Wo befindet sich die Schlosskirche in Schleiden?
Quelle: website
Welche Bedeutung hat die Schlosskirche heute?
Quelle: wikipedia