Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Bürgeln

Schloss Bürgeln, 79418 Schliengen

Highlights

  • Schloss Bürgeln liegt auf einer 665,4 m hohen bewaldeten Höhe bei Obereggenen.
  • Der Rokoko-Bau wurde 1762 bis 1764 auf Veranlassung des Klosters St. Blasien errichtet.
  • Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als die Herren von Kaltenbach eine Kirche auf dem Berg errichteten.

Tipps

  • Schloss Bürgeln liegt auf einer bewaldeten Höhe über Obereggenen und ist über Wanderwege erreichbar.
  • Das Schloss wurde 1762 bis 1764 im Rokoko-Stil erbaut und beherbergt heute eine Jugendherberge.
  • Die nahegelegene Propsteikirche St. Laurentius ist ab 1763 datiert und steht unter Denkmalschutz.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Schloss Bürgeln

Das Schloss Bürgeln thront auf einer bewaldeten Höhe von 665,4 Metern über dem Ortsteil Obereggenen der Gemeinde Schliengen im südlichen Baden-Württemberg. Schon aus der Ferne zieht der mächtige Rokokobau mit seinem reich verzierten Giebel und dem charakteristischen Glockentürmchen mit springbereitem Hirsch die Blicke auf sich. Das Schloss gilt als architektonische Perle des Markgräflerlandes und ist ein markantes Wahrzeichen im Rheintal.

Der Bau des Schlosses erfolgte im Auftrag des Klosters St. Blasien. Veranlasst wurde der Neubau durch Propst Aloysius Mader und Fürstabt Meinrad Troger und schließlich unter Fürstabt Martin Gerbert vollendet. Ursprünglich war der Berg bereits im Mittelalter Sitz einer Propstei, die eng mit dem Benediktinerkloster St. Blasien verbunden war. Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück: Bereits im 12. Jahrhundert wird eine Kirche auf dem Berg erwähnt, die im Besitz der Herren von Kaltenbach stand, bevor diese ihre Güter dem Kloster vermachten.

Die Propstei Bürgeln übernahm sowohl weltliche als auch geistliche Aufgaben in der Region. Sie verwaltete die sankt-blasischen Güter im Markgräflerland und sorgte für die geistliche Betreuung benachbarter Gemeinden. Im Zuge der Reformation verlor die Propstei ihre kirchlichen Funktionen, da der Landesherr die protestantische Kirchenordnung einführte. Mehrfach wurde das Gebäude beschädigt, unter anderem während des Pfälzischen Erbfolgekriegs durch französische Truppen. Der Zustand des Gebäudes verschlechterte sich so sehr, dass es über Jahre unbewohnt blieb, bis schließlich im 18. Jahrhundert der Neubau des Schlosses beschlossen wurde.

Heute eröffnet sich vom Schloss aus ein beeindruckender Blick über das Rheintal. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zu den Vogesen, in den Sundgau und sogar zu den Schweizer Jura sowie zu den Gipfeln des Eiger, Mönch und Jungfrau. Die architektonische Eleganz des Schlosses in Verbindung mit der malerischen Aussicht macht es zu einem bedeutenden kulturellen und landschaftlichen Anziehungspunkt in der Region.

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