Denkmal/Gedenkstätte

Römisches Haus (Pavillon)

Am Goethepark, 07768 Jena

Highlights

  • 1864 errichtete Gedenksteinanlage für Georg Heinrich von Helldorff (Rittergutsbesitzer) auf dem Pfaffenberg.
  • 1923 ließ die Großnichte Irmgard Gräfin Perpocher den Pavillon als Erinnerung an die Familie Helldorff errichten.
  • Teil des Drackendorfer Parks: historischer Pavillon im Stil eines römischen Hauses, 19. Jh. inspiriert.

Tipps

  • Das Römische Haus (Pavillon) bietet Einblicke in die historische Architektur des 19. Jahrhunderts und zeigt originale Bausubstanz aus der Zeit von Georg Heinrich von Helldorff.
  • Die Gedenktafel informiert über die historische Bedeutung des Anwesens im Zusammenhang mit dem Rittergut Schiebelau und der Familie von Helldorff.
  • Der Pavillon liegt in der Nähe des Drackendorfer Parks und ermöglicht einen Vergleich mit weiteren historischen Gebäuden wie dem Kriegerdenkmal oder der Luther-Eiche.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Römisches Haus (Pavillon) – Kulturdenkmal in Jena

Das Römische Haus (Pavillon) in Jena zählt zu den faszinierendsten historischen Bauwerken der Region und verweist auf die Verbindung von Antike und lokaler Geschichte. Der Pavillon entstand als Teil des Rittergutes Schiebelau, das im 19. Jahrhundert von der adligen Familie von Helldorff bewirtschaftet wurde. Besonders prägend war hier die Persönlichkeit von Georg Heinrich von Helldorff, dessen Witwe, Freiin Clara von Helldorff, nach seinem Tod die Führung des Gutes übernahm. Ihr Engagement für die Dorfentwicklung – etwa durch die Unterstützung des Schulbaus in Drackendorf – zeigt ihr bürgerschaftliches Wirken.

Der Pavillon selbst ist ein architektonisches Juwel, das durch seine römisch inspirierte Gestaltung besticht. Die Form erinnert an antike Villen oder Tempelbauten, was auf den Geschmack der Gutsherrenfamilie hindeutet, die sich von der klassischen Architektur inspirieren ließ. Der Bau steht symbolisch für den Reichtum und den kulturellen Anspruch der Region, der sich auch in anderen POIs wie dem Drackendorfer Park oder dem Alten Pfarrhaus widerspiegelt. Besonders bemerkenswert ist die Widmungstafel, die an die Verbindung der Familie mit dem Ort erinnert.

Der Pavillon ist nicht nur ein architektonisches Denkmal, sondern auch ein Teil des kulturellen Erbes von Jena und Umgebung. In der Nähe liegen weitere historische Stätten wie das Kriegerdenkmal oder die Auferstehungskirche, die die regionale Geschichte ergänzen. Die Anlage auf dem Pfaffenberg (380 m NN) bietet zudem einen Aussichtspunkt, der den Blick über die Landschaft lenkt. Die Freiin von Ziegesar, eine weitere bedeutende Persönlichkeit der Region, war ebenfalls mit dem Gut verbunden und prägte dessen Entwicklung bis ins frühe 20. Jahrhundert.

Die Entstehung des Pavillons ist eng mit der dankbaren Großnichte und Adoptivtochter Irmgard Gräfin Perpocher verbunden, die 1923 die Gedenkanlage errichten ließ. Sie ehrte damit das Erbe ihrer Familie und sicherte so ein Stück lokaler Geschichte. Der Pavillon steht heute als Zeugnis des historischen Lebens auf dem Rittergut und lädt Besucher ein, die Verbindung von Antike und thüringischer Adelskultur zu erkunden. Als Teil des Ehemaligen Rittergutes (Unterer Hof) und des Drackendorfer Parks bietet er einen einzigartigen Einblick in die regionale Bau- und Kulturgeschichte.

Besucher können hier nicht nur die Architektur bewundern, sondern auch die Verbindung zwischen Natur und Geschichte spüren. Der Pavillon ist ein Ort der Reflexion über vergangene Epochen und die Rolle der Adelsfamilien in der Entwicklung der Region. Zusammen mit anderen POIs wie der Dorfquelle oder dem Hungergraben bildet er ein Netz historischer Schauplätze, das die Vielfalt der thüringischen Kulturlandschaft zeigt. Das Römische Haus bleibt damit ein zentraler Punkt für alle, die sich für die Geschichte Jenas und seiner Umgebung interessieren.

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