Kipshagener Teiche
Highlights
- Die Kipshagener Teiche in Schloß Holte-Stukenbrock sind ein 11,8 Hektar großes Naturschutzgebiet seit 1970.
- Drei Teiche mit eutrophen und mesotrophen Gewässern bilden den Kern des NSG, ergänzt durch ein Übergangsmoor und Erlenbruchwald.
- Das Gebiet schützt seltene Feuchtbiotope und beherbergt gefährdete Pflanzen- und Tierarten wie Erica-Feuchtheide und Entferntährige Segge.
Tipps
- Das Gelände ist ideal für Spaziergänge und Lauftraining, besonders dank der direkt angrenzenden und gut beleuchteten Finnenbahn.
- Ein kleines Naherholungsgebiet mit naturnahen Teichen, Feuchtheideflächen und Dünenwald – gut für ruhige Erholung und Naturbeobachtung.
- Hunde sind willkommen, bieten sich aber auch hier erholsame Spaziergänge inmitten der Natur.
Eigenschaften
Über Kipshagener Teiche
Die Kipshagener Teiche befinden sich im Naturschutzgebiet Schloss Holte-Stukenbrock im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Das rund 11,8 Hektar große Areal umfasst mehrere stehende Gewässer, die sich in unterschiedlichen ökologischen Entwicklungsstadien befinden. Im Zentrum des Gebiets liegen drei Teiche entlang eines ehemaligen Bachlaufes, die größtenteils eutrophe Bedingungen aufweisen. Lediglich das nordwestliche Gewässer zeigt mesotrophe Eigenschaften und bildet zusammen mit angrenzenden Feuchtheideflächen einen wertvollen Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten. Ein viertes Gewässer im Südwesten dient als Pflanzenkläranlage, um Nährstoffe aus dem Zuflusswasser zu reduzieren.
Das Gelände erstreckt sich über verschiedene Biotope, darunter Übergangsmoore, Erlenbruchwälder und trockene Kiefernwälder auf Dünen. Besonders der nördliche Bereich mit einem gut entwickelten Erlenbruchwald beherbergt zahlreiche gefährdete Arten. Die Krautschicht in Teilen des Bruchwaldes wird geprägt von Pfeifengras, Farnen sowie Brombeeren und Himbeeren, was auf eine teilweise ökologische Degradation hinweist. Im Westen grenzt ein schmaler Streifen unter einer Hochspannungsleitung an das Schutzgebiet, der von dichten Erlen-Birken-Gebüschen eingenommen wird.
Das Naturschutzgebiet wird durch ein Netz aus Wegen erschlossen, wobei der westliche Teil von einem Hauptweg durchquert wird. Die empfindlichen Kernbereiche sind durch Abzäunungen vor Besuchern geschützt. Die Fläche dient sowohl dem Naturschutz als auch der Naherholung. Spaziergänge und Laufaktivitäten sind möglich, auch mit Hund. Die Finnenbahn in unmittelbarer Nähe ist beleuchtet und kann auch nach Einbruch der Dunkelheit genutzt werden. Die Gegend gilt als ruhiges Naherholungsgebiet am Ortsrand und lädt zu entspannten Aufenthalten in einer naturbelassenen Umgebung ein.
Das Schutzziel des Gebiets besteht unter anderem in der Erhaltung und Wiederherstellung oligo- bis mesotropher Bedingungen, der Förderung von Übergangsmooren sowie der Entwicklung naturnaher Gewässer und Feuchtlebensräume. Die Fläche ist Teil eines größeren Landschaftsausschnitts, der einst von Heide- und Moorlandschaften geprägt war. Heute fungiert das Areal als Refugialbiotop für verschiedene gefährdete Arten der Moor-, Bruchwald- und Dünenlebensräume. Die Bewirtschaftung zielt darauf ab, den ökologischen Zustand langfristig zu sichern und gleichzeitig Erholungsnutzung zu ermöglichen.