Aussichtsturm

Hellinghauser Mersch Pastorat

Am Kirchpl. 1, 59556 Lippstadt-Hellinghausen

Highlights

  • Der Hellinghauser Mersch Pastorat liegt im Zentrum einer artenreichen Auenlandschaft westlich von Lippstadt.
  • Auf dem Gelände wurde 2007 ein großer Hügel aufgeschüttet und 2009 ein Beobachtungsstand errichtet.
  • Hier brüten unter anderem Kiebitze und Große Brachvögel, verschiedene Gänsearten nutzen die Wiesen zur Nahrungssuche.

Tipps

  • Der Beobachtungsstand bietet eine gute Sicht auf die Lippeauen und angrenzende Wiesen, besonders für Vogelbeobachtungen geeignet.
  • Auf den mageren Grünlandflächen lassen sich unter anderem Kiebitze, Störche und verschiedene Gänsearten beobachten.
  • Ein erhöhter Sichtschutz am Hügel ermöglicht einen weiten Blick in die Aue, erreichbar über eine Treppe.

Eigenschaften

Familie Ganzjährig

Über Hellinghauser Mersch Pastorat

Der Hellinghauser Mersch Pastorat befindet sich im Stadtteil Hellinghausen der Stadt Lippstadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Diese erhabene Stelle ist Teil des Projekts „Naturerlebnis Auenland“ und bietet Besucherinnen und Besuchern eine Aussichtsplattform mit Panoramablick über die angrenzenden Lippeauen. Die Plattform wurde auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel errichtet, der aus Bodenmaterial bei der Renaturierung der Lippe entstand. Sie ermöglicht einen weiten Blick in das nahezu ungestörte Auenlandschaft und bis zu den Stadträndern von Lippstadt.

Die umliegenden Flächen sind geprägt von artenreichem Grünland, das über Jahre nicht mehr gedüngt wurde. Dadurch konnten sich besonders magere und feuchte Wiesen entwickeln, die seltene Tierarten beherbergen. Zu den besonders geschützten Arten zählt das Brutpaar des Kiebitzes, das hier noch in Grünlandbruten vorkommt. Auch der Große Brachvogel hat sich inzwischen angesiedelt. Auf den Wiesen sind regelmäßig Weißstörche zu sehen, die sich in der Region niederlassen und aktiv Nahrung suchen. Verschiedene Gänsearten nutzen das Gebiet ebenfalls zur Nahrungsaufnahme.

Der Beobachtungsstand ist über eine Treppe erreichbar und bietet eine offene, nicht überdachte Plattform für Tier- und Naturbeobachtungen. In unmittelbarer Nähe des Aussichtspunkts befindet sich eine Grabenaufweitung, deren Ufer in Richtung Hügel abgeflacht und erweitert wurden, um von der Plattform aus sichtbar zu sein. Informative Tafeln am Standort erläutern die ökologischen Maßnahmen im Rahmen des Projekts sowie die Besonderheiten der Tierwelt in der Region. Neben Störchen können hier auch Nutrias, Feldhasen, Silberreiher, Rehe und Fasane beobachtet werden.

Der Standort ist besonders für Naturliebhaber von Interesse, die Tierbeobachtungen in einem nahezu ursprünglichen Landschaftsraum betreiben möchten. Die ruhige Lage und die weite Sicht machen den Pastorat zu einem empfehlenswerten Ausflugsziel. Besucher berichten von guten Sichtbedingungen und der Möglichkeit, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, insbesondere zur Brutzeit der Störche. Der nahegelegene romanische Kirchturm von Hellinghausen bildet zudem einen markanten landschaftlichen Bezugspunkt.

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