Denkmal/Gedenkstätte

Knopfmuseum

Sprottenanger 2, 04626 Schmölln

Tipps

  • Das Museum zeigt mit interaktiven Audioguides die Geschichte der Knopfherstellung und lokale Industriekultur.
  • In der Ausstellung sind Exponate zur Steinnuss-Knopfproduktion und zur Bürsten- sowie Schuhindustrie zu sehen.
  • Kinder können mit speziellen Audioguides von 'Knöpfchen' auf Entdeckungstour gehen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Knopfmuseum

Das Knopf- und Regionalmuseum in Schmölln widmet sich der besonderen Geschichte der regionalen Knopfindustrie und bietet gleichzeitig Einblicke in die Stadt- und Kulturgeschichte des Altenburger Landes. Die Ausstellung erstreckt sich auf zwei Standorte: ein saniertes Fachwerkhaus am Sprottenanger sowie eine ehemalige Turnhalle an der Ronneburger Straße. Beide Häuser präsentieren unterschiedliche Aspekte der industriellen Entwicklung der Stadt, die im 19. Jahrhundert zur „Knopfstadt“ mit internationaler Ausstrahlung wurde.

Im Mittelpunkt der Sammlung stehen Knöpfe aus Steinnuss, die aufgrund ihrer Härte und Bearbeitbarkeit als pflanzliches Elfenbein galten. Die Rohstoffe kamen ursprünglich als Ballast von Schiffen aus Südamerika und ermöglichten eine blühende Knopfproduktion. In der Hochphase gab es bis zu 29 Knopffabriken in Schmölln. Daneben werden auch Maschinen aus verschiedenen Epochen gezeigt, die Einblicke in die Produktionsschritte und technische Entwicklungen geben. Ergänzt wird die Ausstellung durch Exponate aus der Kamm- und Bürstenindustrie, der Schuhherstellung sowie dem regionalen Maschinenbau, darunter auch Erzeugnisse der bekannten Firma Sylbe & Pondorf.

Ein besonderer Bereich des Museums widmet sich dem traditionellen Fleischerhandwerk mit Schwerpunkt auf dem berühmten Schmöllner Mutzbraten. Auch zur Zahnbürstenherstellung lassen sich interessante Objekte entdecken. Die Präsentation wird durch digitale Angebote ergänzt, darunter Audioguides, die von Kindern für Kinder gestaltet wurden. Diese ermöglichen eine interaktive Entdeckungsreise, begleitet vom Maskottchen „Knöpfchen“, das von Schmölln bis nach Südamerika reist und die Geschichte der Knopfherstellung anschaulich erzählt.

Die Museumsräume spiegeln die Entwicklung einer Stadt wider, die sich aus einer kleinen Ortschaft zu einem wichtigen Industriestandort im Altenburger Land entwickelte. Die kontinuierliche Erweiterung und Aktualisierung der Ausstellungen unterstreicht das Engagement, die lokale Industriekultur lebendig zu erhalten. Heute produziert in Schmölln noch ein Betriebsteil der Firma zwerenz industries GmbH Knopfrohlinge und knüpft damit an die Tradition der „Schmöllner Knopffabrik“ an.

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