Museum

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach / The Jewish Museum of Franconia in Schnaittach

Museumsgasse 12-16, 91220 Schnaittach

Highlights

  • Das Jüdische Museum Franken in Schnaittach zeigt barrierefreie Ausstellungsräume im Neubau mit historischen Objekten aus jüdischem Leben in Franken.
  • Satirische Ausstellungen wie ‚Feinkost Adam‘ (2002) machten das Museum international bekannt für innovative Darstellungen jüdischer Geschichte.
  • Uraufführungen von Melodien Holocaust-überlebender Familien ergänzen die Ausstellungen mit musikalischen Zeitzeugnissen.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang zum Neubau ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellungsräume.
  • Die Ausstellung kombiniert historische Objekte wie Judaika, Kleidung und persönliche Dokumente mit multimedialen Elementen zur Vertiefung des Themas.
  • Einige Bereiche des Altbaus erfordern aufgrund historischer Treppen und Türschwellen eine Begleitung für Rollstuhlfahrer:innen, um Hindernisse zu umgehen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug: Jüdisches Museum Franken Schnaittach

Das Jüdische Museum Franken in Schnaittach ist ein bedeutendes kulturelles Denkmal und eine zentrale Einrichtung zur Erinnerung an die jüdische Geschichte in Franken. Eingebettet in das historische Ortsbild vereint das Museum einzigartige Baudenkmäler mit einer vielfältigen Sammlung, die Alltagsgegenstände, Judaika, Kleidung und historische Dokumente umfasst. Besonders hervorzuheben ist die stetig wachsende Sammlung, die durch Leihgaben und persönliche Schenkungen von Nachfahren fränkisch-jüdischer Familien bereichert wird. Die Ausstellung bietet Einblicke in Religion, Kultur und den Alltag jüdischer Gemeinden in der Region.

Das Museum ist auf barrierefreien Zugang bedacht: Während der Neubau und Teile des Altbaus rollstuhlgerecht gestaltet sind, sind einige historische Bereiche wie Treppen und Türschwellen nur mit Begleitung zugänglich. Eine induktive Höranlage unterstützt zudem die Besuchsbedingungen für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen. Die Dauerausstellungstexte sind in deutscher Sprache verfasst, und spezielle Führungen werden in verschiedenen Sprachen angeboten, darunter Deutsch, Englisch und Russisch. Besonders für Familienforschung und wissenschaftliche Recherchen ist das Museum eine wichtige Anlaufstelle.

Ein besonderes Highlight ist die Ausstellung „Feinkost Adam – Produkte zur Heilung der Deutsch-Jüdischen Krankheit“, die international Aufmerksamkeit erregte. Zudem werden im Rahmen von Uraufführungen Melodien präsentiert, die von Holocaust-Nachkommen stammen oder historisch adaptiert werden. Regelmäßig finden thematische Führungen statt, etwa zu Lebenswegen wie dem von Julius Ochs, dessen Weg von Fürth nach New York die Verbindung fränkischer Geschichte mit globalen Migrationen zeigt. Das Museum verbindet damit lokale Geschichte mit überregionaler Bedeutung.

Als Teil des Jüdischen Museums Franken ist Schnaittach eng mit den Standorten in Fürth und Schwabach verbunden, die ebenfalls historische Synagogen, Laubhütten und Ritualbäder beherbergen. Die Ausstellungen thematisieren nicht nur die jüdische Geschichte, sondern auch aktuelle gesellschaftliche Fragen, etwa die Folgen von Gewalt in Israel. Durch seine vielfältigen Angebote – von Ausstellungen über Führungen bis hin zu archivarischer Forschung – leistet das Museum einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung und Vermittlung jüdischer Kultur in Franken.

Das Jüdische Museum Franken in Schnaittach lädt Besucher:innen ein, Geschichte lebendig zu erleben und die Spuren jüdischer Traditionen in der Region zu entdecken. Mit seinem Engagement für Wissenschaft, Bildung und interkulturellen Dialog ist es eine zentrale Anlaufstelle für alle, die sich für die Geschichte Frankens und die vielfältigen kulturellen Einflüsse interessieren.

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