Hammerberghalde
Highlights
- Die Hammerberghalde ist Teil des 9,1 km langen Bergbau- und Sanierungslehrpfads um Bad Schlema.
- Zwei Aussichtspunkte auf der Hammerberghalde informieren über Wetterführung und die ehemalige Haldenbahn der Wismut.
- Das Haldenmaterial stammt vom Schacht 13b, die Sanierung erfolgte ab 1991 durch Abtrag und Begrünung.
Tipps
- Der Bergbau- und Sanierungslehrpfad bei Aue-Bad Schlema ist ein 9,1 km langer Rundweg mit informativen Stationen rund um die Bergbaugeschichte.
- Vom Kulturhaus Aktivist aus startet der Rundweg, wo auch das Uranmuseum und eine nachgestellte Bergbauszenen-Gaststätte zu finden sind.
- Die Hammerberghalde bietet einen Aussichtspunkt mit Einblick in die ehemalige Schachtanlage 13b und die Bedeutung für die regionale Bewetterung.
Eigenschaften
Über Hammerberghalde
Die Hammerberghalde befindet sich in Aue-Bad Schlema im sächsischen Erzgebirgskreis und ist Teil des Bergbau- und Sanierungslehrpfades. Diese Halde entstand im Zuge des intensiven Uranbergbaus durch die SDAG Wismut und zählt heute zu den bedeutenden Zeugnissen der montanen Geschichte der Region. Das Gelände ist sowohl historisch als auch landschaftlich von großer Bedeutung und lädt zu einer informativen Wanderung ein.
Der Lehrpfad, auf dem die Hammerberghalde zwei Aussichtspunkte bietet, erstreckt sich über eine Länge von 9,1 Kilometern und führt vorbei an verschiedenen Stationen mit erläuternden Tafeln. An der Hammerberghalde wird insbesondere die Funktion der ehemaligen Haldenbahn thematisiert, die aufgrund des engen Platzes im bebauten Stadtgebiet zum Transport von Abraum notwendig wurde. Die Spurweite betrug 900 mm, die Gesamtlänge der Strecke fast acht Kilometer.
Die Sanierung der Hammerberghalde erfolgte nach 1991, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Dabei wurden große Mengen an Haldenmaterial abgetragen, die Fläche begrünt und mit Kulturboden abgedeckt. Die Maßnahmen dienten sowohl der Sicherheit als auch der ökologischen Wiederherstellung des Geländes. Die hier gewonnenen Erkenntnisse über Haldensanierung sind auch an anderen Stationen des Lehrpfades zu finden, etwa beim Biedenkopfblick oder an der Eichhörnchenquelle.
Ein besonderes Highlight der Führung im nahegelegenen Besucherbergwerk Markus-Semmler ist der kurze, ohrenbetäubende Testbetrieb einer Bohrmaschine. Die Führung selbst wird von Gästen als informativ und eindrucksvoll beschrieben, auch für Wiederbesucher. Ein weiterer Aspekt ist die historische Dimension: Teile von Bad Schlema mussten in den 1950er Jahren für den Bergbau abgerissen werden, was heute an mehreren Stationen des Lehrpfades dokumentiert wird.